Vorrede. XV1
der franzoͤſiſchen Geſetgebung die ſchreckliche peine de nullité, meines Erachtens, viel zu ſehr gehaͤuft iſt, wie ich anderwärts zu zeigen gedenke. Der Weis⸗ heit und dem nie ruhenden Geiſte Napoleons iſt es vorbehalten, die dunch Formen die Buͤrger vor unnuͤtzen Koſten und unver⸗ ſchuldetem Verluſte bewahrt werden? zu veranlaſſen, zum Behuf kuͤnftiger Verbeſſerungen der Geſetgebung, welche auf dem Wege der Vervoll⸗ kommnung nie ſtille ſtehen darf, ſondern unauf— boͤrlich dem großen Ziele naͤher gebracht werden muß: die Rechte des Buͤrgers moglichſt zu ſichern; doch ſo, daß dabey der Freyheit ihrer erlaubten Thätigkeit keine unnuͤtzen Schranken geſetzt werden.
In den allgemeinen Bemerkungen uͤber die neue Geſetzgebung des franzoͤſiſchen Reichs werde ich uͤber dieſen und andere wichtige Gegenſtaͤnde mit der Ehr⸗ furcht ſprechen, die der Geſetßgeber doppelt fodern kann, der es laut bekenut, daß er von der Heiligkeit der erſten Grundſätze alles Staaten- und Voͤlkerwohls durchdrungen ſey, und den man nicht durch den Weih— rauch feiler Schmeicheley, oder durch knechtiſches Schweigen, ſondern dann am meiſten ehrt, wenn man der Welt beweiſt, der Redliche könne mit Muth
und Offenheit vor ſeinem Throne erſcheinen. Supplem. z. Seſetzb. Nap.
Eroͤrterung der Frage: wie
koͤnnen vereinfachte


