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Supplemente zum Gesetzbuch Napoleons und zur Civilgerichtsordnung des französischen Reichs : nebst vollständigem zugleich auf die Supplemente gerichteten Registern zu beyden Gesetzbüchern / Uebersetzt und mit Anmerkungen versehen von D. Christian Daniel Erhard
Entstehung
Seite
XVI
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xVI Vorrede.

Doch, man koͤnnte hier einwenden, man muͤſſe bey Teſtamenten um ſo ſtrenger auf die Formen halten, da der, welcher den letzten Willen erklärt hat, dann, wann von der Aechtheit des Teſtaments die Rede iſt, verſtorben ſey, und ſich Kotar und Zeugen verei⸗ nigen koͤnnten, ein Teſtament zu erdichten, und ſodann durch falſche Verſicherungen aufrecht zu erhalten. Al⸗ lein, wenn es eine ſolche verbrecheriſche Ver⸗ bindung giebt, ſo kann ſie, wie geſagt, auch dahin gerichtet ſeyn, daß die Verſſcherung der rich⸗ tig beobachteten Formalitäten hinzugefuͤgt werde.

Herr Duchatenet iſt ohne ſeine, ohne der Teſti⸗ rerin Schuld, um ein großes Vermogen gebracht. Er tragt den Fehler des vom Staate geordneten Notars, der ihn vielleicht nie entſchädigen kann; und er buͤßt unſchuldig für die zu große Allgemeinheit des Aus⸗ drucks im Geſetze, nach deſſen buchſtäblichem Sinne der Notar die Verſicherung, daß er das von ihm gefuͤhrte Protocoll auch wirklich eigenhaͤndig geſchrie⸗ ben habe, ausdruͤcklich wiederholen mußte. Er buͤßt fur die Unterlaſſung einer Formalität, die eben ſo wenig zum Beweiſe der Aechtheit beytragt, als bey einer Unterſchrift die Beyfuͤgung der Worte: manu mea.

Und doch iſt dieſe Haͤrte des Geſetzes in vorlie⸗ gendem Falle bey weitem nicht ſo bedenklich, als bey Vertraͤgen unter Lebenden und bey Proceſſen, wo in

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