x1V Vorrede.
dräͤnge, daß die Schuld hier am Geſetze ſelbſt liege?
Dieß iſt aber aus folgenden Gruͤnden einleuch⸗ tend:
Die Formalitat, daß der Notar, dem der Te⸗ ſtirer das Teſtament in die Feder dictirt, auch aus⸗ drucklich dazu ſchreiben muß, er habe es ſelbſt geſchrieben, vermehrt die Gewißheit der Aecht⸗ heit nicht im Geringſten. Denn, ſoll dieſer Zuſatz dazu dienen, daß kein Falsum vorgehe, ſo iſt damit nichts gewonnen, weil die Formel: dieſes habe ich ei⸗ genhaͤndig geſchrieben, auch der nachmachen kann, der geſchickt genug iſt, die Hand des Notarius nachzumahlen.
Wird alſo geleugnet, daß das Teſtament von der Hand des Notarius ſey, ſo beweiſt die Formel: ich habe dieß eigenhaͤndig geſchrieben, nichts wider dieſe Behauptung.
Wollte man ſagen, daß dieß denn doch die Pra⸗ ſumtion der Aechtheit, nach der Rechtsregel: falsum non praesumitur, vermehre, da man der ausdruck⸗ lichen Verſicherung des Rotars glauben muͤſſe: ſo tritt dieſe Praͤſumtion ſchon dann ein, wenn der Rotar das Protocoll in ſeinem eignen Namen ab⸗ faßte und unterſchrieb, ohne dabey zu bemerken, daß es ein andrer in ſeinem Namen geſchrieben und un⸗ terſchrieben habe. Uebrigens iſt hier ein Fall, wo
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