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Supplemente zum Gesetzbuch Napoleons und zur Civilgerichtsordnung des französischen Reichs : nebst vollständigem zugleich auf die Supplemente gerichteten Registern zu beyden Gesetzbüchern / Uebersetzt und mit Anmerkungen versehen von D. Christian Daniel Erhard
Entstehung
Seite
XI
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Vorrede. X1

Buͤrger nicht, von falſch verſtandenen Namen irre gefuͤhrt, etwas anderes ausdruͤcke, als ſein Wille be⸗ ſtimmt, welches die Quelle der meiſten dieſen Gegen⸗ ſtand betreffenden Rechtshaͤndel iſt.

Die Urſachen, die nun ferner den Geſetzgeber bewe⸗ gen koͤnnen, dieſe verſchiedene Arten der Willenserklä⸗ rungen an poſitive Formen zu binden, durfen vernuͤnf⸗ tiger Weiſe nicht zufällig ſeyn, nicht auf bloßem Her⸗ kommen, oder gar auf veralterten, längſt verbannten Gebräuchen*) beruhen. Sie muͤſſen den Pruͤfſtein der Unentbehrlichkeit und hoͤchſten Zweckmaßigkeit aushalten; außerdem enthalten ſie u nnuͤtze, alſo un⸗ gerechte, Freyheitsbeſchraͤnkungen, binden Treu und Glauben an Worte und Phraſen, und geben die Hei⸗ ligkeit des an ſich gultig und rechtsverbindlich gege⸗ benen Worts in die Hände der Rabuliſten.

Es muͤſſen daher Grundſätze gefunden werden, an denen der pruͤfende Geiſt die Gerechtigkeit und Zweckmaͤßigkeit der poſitiven Formen erproben koͤnne; und dieſe werden ſich leicht ſinden laſſen, wenn es gelingen ſollte, die Urſachen, aus welchen dieſe For⸗ men, bey einer auf Grundſaͤtze gebauten Geſetzgebung, unenebehrlich ſind, in gewiſſen allgemeinen, unzube⸗ zweifelnden Regeln auszuſprechen, deren Richtigkeit

) Wie z. B. die nnitas contextus, und die Regel: neme Pro parte testatus, pro parte intestatus, decedere Potest, bey Teſtamenten.