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Supplemente zum Gesetzbuch Napoleons und zur Civilgerichtsordnung des französischen Reichs : nebst vollständigem zugleich auf die Supplemente gerichteten Registern zu beyden Gesetzbüchern / Uebersetzt und mit Anmerkungen versehen von D. Christian Daniel Erhard
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* Vorrede.

inſtanz heilig gehalten werde, und daß der Staats⸗ rath ſich oͤffentlich, laut und ausdruͤcklich zu Grundſä⸗ tzen bekenne, deren Befolgung in jedem Staate die ſicherſte Gewaͤhrleiſtung fuͤr eine geſetzmäßige, und ſelbſt von Seiten des hoͤchſten Machthabers uner⸗ ſchuͤtterte Juſtizpflege iſt.

Aber von der andern Seite iſt eben dieſer Fall ein klarer Beweis von den traurigen Folgen, welche die in den franzoͤſiſchen Geſetzbuͤchern ſo ſehr gehaͤuf⸗ ten, uns groͤßtentheils unbekannten Formalitaͤten, vor⸗ zuglich dann haben, wenn ihre Vernachläſſigung, ohne hinlänglichen Grund, die Strafe der Nullität nach ſich zieht.

Es iſt hier der Hrt, meine Meinung uͤber die poſitiven Formen guͤltiger Geſchäfte aus einander zu ſetzen.

Die aus Willenserklärungen der Buͤrger entſtehen⸗ den Rechte zu ſchuͤtzen und aufrecht zu erhalten, iſt einer der anerkannteſten und ehrwuͤrdigſten Zwecke der Civil⸗ geſetzgebung. Sie hat hier ein doppeltes Geſchaͤft. Vor allen Dingen muß ſie den Begriff, die Natur und das Weſen der verſchiedenen Modificationen jeder Gattung der Vertraͤge und letztwilligen Erklärungen mit Klarheit, Einfachheit und Beſtimmtheit feſtſetzen, damit nicht der Notar, ſondern die im Geſetze deutlich beſtimmte Natur des Geſchäfts entſcheide, wovon bey jeder Art dieſer Willenserklärungen die Rede ſey, und der