Vorrede. 12
ſich befinde und bey welchem Notar eines Bezirks das Document, das man ſucht, aufgenommen oder niedergelegt ſey.
Auch iſt keine kleine Gefahr vorhanden, daß durch Schuld oder Bosheit der Erben des Notars die Originalprotocolle, ehe folche an einen andern Notar abgeliefert ſind, verlohren gehen, oder verfalſcht wer⸗ den, ohne, daß man nachher dießfalls einen wirkſa⸗ men Regreß an dergleichen Erben nehmen kann.
Alles dieß kann nach der Verfaſſung regelmaͤßig organiſirter deutſcher Staaten, bey denen alles in die Haͤnde bleibender, ganz ſicherer, Gerichts⸗ und Landesbehoͤrden, die oͤffentliche Archive haben, gege⸗ ben und niedergelegt wird, gar nicht ſtatt finden; und unſte Verfaſſung iſt, wie in vielen, alſo auch in dieſem Puncte einfacher und weit vorzuͤglicher, als die Franzoͤſiſche.
Zu wichtigen Bemerkungen giebt uns das auf der 140. Seite befindliche Gutachten des Staats⸗ raths in der Sache des Herrn Duchatenet Veran⸗ laſſung.
Die erſte iſt von ſehr erfreulicher Art. Es be⸗ weiſt nämlich das Reſultat dieſes Gutachtens und der Grund, auf welchen es gebaut iſt, daß in Frankreich, tros dem, was in andern Laͤndern des⸗ halb erdichtet und geſchmaͤht wird, keine Cabinetsju⸗ ſtiz ſtatt finde, ſo wie, daß das Recht der letzten Civil⸗


