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Supplemente zum Gesetzbuch Napoleons und zur Civilgerichtsordnung des französischen Reichs : nebst vollständigem zugleich auf die Supplemente gerichteten Registern zu beyden Gesetzbüchern / Uebersetzt und mit Anmerkungen versehen von D. Christian Daniel Erhard
Entstehung
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VII
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Vorrede. v

die Handlungen, die in Frankreich vor Notarien ver⸗ richtet werden muͤſſen, auch vor einem jeden Ge⸗ richte vorzunehmen geſtattet, ja, manche derſel⸗ ben ſogar an den Richter ausſchließlich verweiſt.

Denn es muß bey den kandesherrlichen Gerichten der Staat, bey den uͤbrigen die Gerichtsbehoͤrde, theils fuͤr die richtige und legale Abfaſſung der ge⸗ richtlich verhandelten Gegenſtände, theils fur die ſichere Aufbewahrung der OHriginalurkunden und für allen aus deren Verluſte den Partheyen erwachſenden Schaden, haften; dagegen in Frankreich der Rotar hauptſächlich fuͤr die etwa an den Staat zu leiſtenden Geldbußen Caution leiſtet(S. Geſeß uͤber die Notariatsordnung Art. 33.); uͤbrigens aber keine Sicherſtellung vorhanden iſt, wegen des Nachtheils, der den Partheyen durch des Rotars Unwiſ⸗ ſenheit, Nachläſſigkeit oder Bosheit, ſo wie durch den Verluſt der bey ihm aufbe⸗ wahrten Hriginalprotocolle und anderer Hriginalurkunden erwachſen kann. Freylich giebt es bey uns auch keine dergleichen Sicherſtel⸗ lung in Anſehung der Notarien. Allein, dafuͤr ſind auch in den meiſten deutſchen Staaten ihre Rechte ſehr beſchraͤnkt, und es ſteht jedem behutfamen Manne frey, alle Geſchäfte, die er vor einem Notar verrichten koͤnnte, gerichtlich vorzutragen, und ſich ſo die Sicherheit in