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Supplemente zum Gesetzbuch Napoleons und zur Civilgerichtsordnung des französischen Reichs : nebst vollständigem zugleich auf die Supplemente gerichteten Registern zu beyden Gesetzbüchern / Uebersetzt und mit Anmerkungen versehen von D. Christian Daniel Erhard
Entstehung
Seite
VI
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v1 Vorrede.

vilgerichtsordnung erlaͤutert, nebſt den dazu gehoͤrigen Geſetzen; auch habe ich die weſentlichſten Verordnun⸗ gen uͤber die Verfaſſung des Caſſations⸗ tribunals hinzugefuͤgt, weil davon im Code de procedure civile gar nicht die Rede iſt.

Im Ganzen beweiſen die in dieſer Sammlung enthaltenen Geſetze, Gutachten und Verordnungen die unermuͤdete Thätigkeit, mit welcher die Behoͤrden des franzoͤſiſchen Reichs ſich die Vervollkommnung der Geſetzgebung und die Ausfuͤllung der darin ent⸗ deckten Luͤcken, ſo wie die Aufklaͤrung dunkler Stel⸗ len, angelegen ſeyn laſſen; und manchem Vorwurfe, der den franzoͤſiſchen Geſetzbuͤchern mit Recht gemacht ward, war ſchon begegnet, als man in andern Laͤn⸗ dern den Mangel bemerklich machte.

Fuͤr den Deutſchen, der ſich uͤber franzoͤſiſche Rechtsverfaſſung belehren will, iſt die Kenntniß der Notariatsordnung weſentlich erforderlich, beſon⸗ ders da ihm, ſo lange er mit der Verfaſſung des Nota⸗ riats nicht genau bekannt iſt, viele Stellen im Ge⸗ ſetzbache Napoleons, und noch mehrere in der Civil⸗ gerichtsordnung, voͤllig unverſtändlich bleiben.

So gut organiſirt dieſes Inſtitut und ſo muſter⸗ haft inſonderheit die Einrichtung der zur Aufſicht uͤber die Notarien beſtimmten Disciplinarkammern iſt: ſo hat, meines Erachtens, doch die deutſche Ver⸗ faſſung darin unverkennbare Vorzuͤge, daß ſie alle

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