4 6
4s. Stirbt der wirkliche Beſitzer, gleich viel ob er eine männliche Nachkommenſchaft zurückläßt, oder ob das Maio⸗ rat ſich wegen Mangel männlicher Nachkommen erloſchen oder aus der männlichen Descendenz heraus verſetzt befinde, ſo iſt ſeine Wittwe zu einer Penſion berechtiat, die aus den Einkünften der Majorats⸗Guͤter genommen werden ſell.
40. Dieſe Penſion ſoll, wenn das Majorat erloſchen oder verl gt iſt, in der Häifte, und wenn es noch beſteht, in einem Dirtel der Einklinftr beſtehen; in dieſem letztern Falle gebührt die Penſion nur in ſo fern, als
1) Die eigenen Güter der Wittwe ſo vil nicht einbrin⸗ gen, als ſie mittelſt der Penſion bekommen haben würde, und
2) Sie Wittwe bleibt, oder ſich nur mit unſerer Erlaub⸗ niß wieder verheirathet.
§5o. Der wirkliche Beſitzer des Majorates iſt ſchuldig,
1) Die Auflagen und andere dingliche Laſten zu entrichten;
2) Die Guͤter als ein guter Hausvater zu unterhalten;
33) Die Penſion der Wittwe des vorhergehenden Majorats⸗ Beſitzers auszuzahlen;
4) Die Schulden eben dieſes Beſitzers zu zahlen, wofuͤr nach dem Inhalte des Art. 52 die Einkünfte hätten angewie⸗ ſen werden können, ohne daß jedoch der wirkliche Beſitzer verbunden iſt, waͤhrend der zwey erſten Jahre ſeines Genuſſes mehr als ein Drittel des Ertrags der Guͤter dazu zu v'rwenden;
§) Wenn keine andere hinreichende Guͤter vorhanden ſind, die Schulden von der Natur derjenigen zu zahlen, die im Art. 2101 des G. N⸗ angezeigt, und von den verſtorbenen Eltern des wirklichen Beſitzers etwa hinterlaſſen worden ſind⸗
Zu dieſen Zahlungen kann der wirkliche Beſitzer nur bis zum Betrag der Einkuͤnfte eines Jahres gezwungen werden.
51. Die Einkünfte des Majerates können außer dem Falle, und den Verhältniſſen, worin ſie haͤtten angewieſen werden können, nicht mit Arreſt belegt werden.
52. Sie können nur fuͤr privilegirte Schulden, die im Art. 2101, und in den Ziff. 4 und 5 des Art. 2103 des G⸗


