U1. Buch. vlIl. Tit. Von dem Mieth⸗Contraete.
Art. 1824.» Bey dem eiſernen Vieh-Crntracte gehört „der Dinger nicht unter die Vorthrile, welche der Pachter „als ein ihm fuͤr ſeine Perſon zuſtehendes Eigenthum be⸗ „trachten kann; er gehört dem Meyerhofe, und muß aus— »„ſchließlich zu deſſen Nutzung verwendet werden.«
N 5 Der Verluſt, wenn er ſich ſelbſt auf den „ganzen Viehſtand erſtreckt, und nur von einem Zufalle „herrührt, fällt ohne Ausnahme dem Pächter zur Laſt, „wenn man nicht anderſt uͤbereingekommen iſt⸗«
Art. 1826.„ Der Pächter iſt nicht berechtiget, am Ende „der Pachtung das Vieh gegen Zahlung der urſprünglichen „Tare zu behalten; er muß einen Viehſtand zurück⸗ „laſſen, der demjenigen, den er empfangen hat, am Wetthe „gleich kommt.«
tions⸗Hof, und gruͤndete ſein Geſuch auf die Verletzung der Art. 1322 und 210a des Geſetzbuches Napoleons.— Dechizelles ant⸗ wortete auf den erſten Grund, der Verpachter bleibe zwar nach der Schätzung noch Eigenthuͤmer, der Paͤchter erwerbe aber mit⸗ telſt der Schätzung das Recht, über das Vieh zu disponiren, mit dem Beding, beym Ende der Pachtung anderes von dem nehmlichen Werthe zurück zu geben; der Ausuͤbung dieſes Rechtes koͤnne der Verpachter keine Hinderniße in den Weg legen; ſo lange er hinreichende Sicherheit habe; ſed der Pächter hiezu berechtigt, ſo ſeyen es ſeine Gläubiger noth⸗ wendig auch; alles ſchränke ſich alſo bey den Diseuſſionen über dieſe Materie bloß auf die Frage ein, ob der Sigenthü⸗ merhinlängliche Sicherheit dafuͤr habe, daß ihm beym Ende der Pachtung ein Viehſtand zuruͤckg e⸗ liefert werde der demjenigen, den er geliefert hat, an Werth gleich kommt. Dieſe fartiſche Frage habe der Appellations⸗Hof bejahend entſchieden, und hiedurch ſey er keinem Geſetze zu nahe getreten.—(Was den zweyten Grund betrifft, ſche man die Note beym Art. 2103.) Am 8 Derember 1806 wunde aus den nehmlichen oben angeführten Gruͤnden das Caſſations Geſuch des Hru. Debar von der Civil⸗Section verwor⸗ ſen. Juriapr. de la Cour de Cassat. 130 7. p. 52 u. f.
III. Malev⸗ 32


