498 III. Buch. Vill. Tit. Von dem Mieth⸗Contraete.
„Was etwa abgeht, muß er zahlen, und nur der Zu⸗ „wachs und Ueberſchuß gehört ihm.«*)
Dieſer ganze Abſchnitt geht nur die mittägigen Gegenden Frankreichs an, wo der Eigenthümer gewöhnlich den Vieh⸗ ſtand liefert. In den Gegenden, wo der Ackerban im großen betrieben wird, gibt der Eigenthümer bloß ſeine Länderey her, wogegen der Paͤchter alles vorſchießt, was zur Benutz⸗ ung derſelben erforderlich iſt.
5. Von der einem Pächter uͤberlaſſenen Nutzung des Viehes, wenn er für einen Theil der Früchte gepachtet hat.
Art. 1827.» Geht der Viehſtand ohne Verſchulden des „Pächters voͤllig zu Grunde, ſo trifft der Verluſt den Ver⸗ „pachter.«
Stimmt mit einem Parlaments-Urtheile von Paris vom 23. Jaͤnner 1748 uͤberein, welches Rousscaud, v. cheptel, sect. 2 anführt.
Geht der Viehſtand nicht ganz zu Grunde, für dieſen Fall ſehe man den Artikel 1810 ſammt den Anmerkun⸗ gen dazu⸗
Art. 1828.»Man kann ſich bey dieſem Contracte aus⸗ „bedingen, daß der Pächter ſeinen Antheil an der Scherwolle „dem Verpachter für einen Preis uͤberlaſſen ſoll, der untet »dem gewdhnlichen und laufenden iſt;«
) Zu behalten. Denn, da a) das zum en Viehſtande gehörige Vieh zur Benutzung des Meyerhofes be⸗ ſtimmt iſt, da p) dieſe Verpachtung deßwegen eiſerner Vieh⸗ Contraet(cheptel de fer) genannt wird, weil das Vieh, welches der Gegenſtand deſſelben iſt, ſo zu ſagen von dem Meyerhofe unzertrennlich iſt, da es folglich e) nur aus der urſache geſchätzt wird, damit hieraus hervorgehe, was es zur Zeit der Ueberlie⸗ ferung werth war; ſo ſieht man leicht ein, daß es der Natur dieſes Contractes zuwider ſeyn würde, wenn es beym Ende der Pachtung dem Pächter erlaubt wäre, es gegen die urſprüngliche Tape zu behalten.


