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13. Die Verfuͤgungen des Art. 4, Tit. 1 bes gegenwär⸗ tigen Decretes, in Betreff der Wechſel-Briefe, der Scheine, die auf Ordre lauten, ꝛc. ſind für die Zukunft ſo wohl als für die verfloſſene Zeit anwenbbar.
14. Kein Jude darf Dienſtbothen oder Leuten, die gegen Lohn dienen, auf Pfänder leihen; ſelbſt andern Perſonen darf er nicht auf Pfänder leihen, als in ſo fern darüber ein No⸗ tarial⸗Act verfertigt wird, worin der Notar bezengt, daß die Geldſorten in ſeinem und der Zengen Beyſeyn überzaͤhlt wor— den ſind, unter der Strafe, daß er widrigenfalls alles Recht auf das Pfand verliert, deſſen unentgeldliche Zurückgabe in dieſem Falle von unſern Tribunälen und Hoͤfen verordnet werden kann.
15. Unter den nehmlichen Strafen, dürfen die Juden keine Inſtrumente, Geräthſchaften, Werkzeuge und Kleidungs⸗ ſtuͤcke von Arbeitern, Tagloͤhnern und Stſthethen als Un⸗ terpfand annehmen⸗
Dritter Abſchnitt.
16. Kein Jude, der nicht wirklich in unſern Departe⸗ menten des Ober- und Nieder⸗Rheins wohnhaft iſt, ſoll künf⸗ tig zugelaſſen werden, ſich dort niederzulaſſen.
Kein Jude, der nicht wirklich anſäßig iſt, darf ſich in andern Departementen unſeres Reiches niederlaſſen, es ſey dann, daß er ein Grund⸗Eigenthum erworben habe, und ſich dem Acker⸗Bau widmen werde, ohne ſich uͤbrigens mit ir⸗ gend einem Handel im Großen oder im Kleinen abzugeben.
Von den Verfügungen des gegenwaͤrtigen Artikels können Kraft einer von Uns herrührenden beſondern Erlaubniß Aus⸗ nahmen gemacht werden⸗
17. Die Judenſchaft in unſern Departementen wird nicht zugelaſſen, ſich bey der Conſeription durch andere er— ſetzen zu laſſen; jeder conſeribirte Jude iſt dieſem zu Folge dem perſönlichen Dienſie unter worfen⸗


