Teil eines Werkes 
Vierter und letzter Band (1809)
Entstehung
Seite
37
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M. Buch. X. Tit. Von dem Leih⸗ und Darlehens⸗Contraete. 37

Wenn ſie ſich auch ſchon nicht ſolidariſch verbunden haben; hierin hat man der Entſcheidung der F. 5,% i vor jener der nov. 99, cap. 1 den Vorzug gegeben.

Iſt der Entlehner mit Hinterlaſſung mehrerer Erben ge⸗ ſtorben, und hat einer von ihnen die geliehene Sache in ſei⸗ nem Beſitze, ſo kann dieſer, nach der Entſcheidung der T. 3Z. F. 3,. ſolidariſch angehalten werden, ſie zuruͤckzugeben.

Rousseaud, v. Prst, Sect. 2, n. 7, und Seyres, inst. p. 450 lehren in Gemäßheit der TT. 10, 11 und 72. daß, wenn der Entlehner die geliehene Sache jemanden zuge⸗ ſtellt hat, um ſie dem Leiher wiederzugeben, und ſie in den Händen des Traͤgers verloren gegangen iſt, der Entlehner ſo gar dann dafür verantwortlich ſey, wenn auch dieſer Träger mit der falſchen Angabe zu ihm gekommen wäre* daß er von Seiten des Eigenthümers geſchickt worden ſey, um ſie abzuhohlen, weil der Entlehner hieruͤber etwas ſchrift⸗ liches haͤtte verlangen müſſen, es ſey dann, daß dieſer Menſch ein Diener oder Geſchaͤftsträger des Leihers waͤre, dem dieſer gewöhnlich ſeine eigene Sachen anvertraute.

Die nehmliche Entſcheidung, ſetzt Rousseaud hinzu, muß dann eintreten, wenn ſogar der Eigenthuͤmer den Menſchen wirklich geſchickt hätte, um den Entlehner zur Zuxuͤckgabe der Sache anzumahnen; in der That, entſcheidet ſo die T. 12, S, 1, k. An der Richtigkeit dieſer zweyten Entſcheidung möchte ich inzwiſchen ſehr zweiflen, es ſey dann, daß man in Anſehung des Alters oder der Gattung der hingeſchickten Perſon kein Zutrauen in ſie hätte ſetzen dürfen; auch hat meines Erachtens Serres, fuͤr deſſen geſunde Beurtheilungs⸗ kraft ich viele Achtung habe, dieſen Fall nicht ohne Urſache ausgelaſſen.

Dritter Abſchnitt. Von den Verpflichtungen des Leibers.

1888.»Der Leiher kann die geliehene Sache erſt nach, Umlauf der verabredeten Zeit Prücknehmen. oder,