36 IM. Buch. X. Tit. Von dem Leih⸗ und Darlehens⸗Contrate.
Art. 1889.„Verſchlimmert ſich die Sache bloß durch „eine Folge des Gebrauches, wofür ſie geliehen worden, und „ohne einiges Verſchulden des Entlehners, ſo hat er fuͤr die „Verſchlimmerung nicht zu haften⸗«
Stimmt mit der P. ult. H. h. überein. Non tenetur, quamvis deterior res reddatur, Si in eum rem usus est in quam accepit, veluti equus qui laborem Sustinere non potuit.*)
Art. 1885.»Der Entlehner kann die Sache nicht zurückbe⸗ „halten, um ſie gegen dasjenige aufzurechnen, was ihm der „Leiher ſchuldig iſt.«
So wird ausdrücklich in der F. ult. cod. edd. entſchieden, wovon Rousseaud, v. Pret, Sect. 2, n. 10 mit Unrecht abgegangen iſt. S. Serres, inst. p. 451.
Die T. 16, H h. entſcheidet, der Entlehner muͤſſe die Sache ſo gar dem Diebe, der ſie ihm geliehen habe, zu⸗ rückgeben; in der That würde auch nur der Anſpruch des wahren Eigenthuͤmers ihn hievon befreyen können.
Art. 1886.„Hat der Entlehner, um die Sache zu ge⸗ „brauchen, einige Koſten verwendet, ſo kann er dieſelben „nicht zurückfordern.«
Modica impendia, ſo heißt es in der L. 18, F. 2, H. h., ad commodatarium pertinent. Dieſes wollte unſer Ar⸗ tikel durch die Worte: einige Roſten zu verſtehen geben. S. den Art. 1890.
Art. 1887.» Haben mehrere zuſammen eine und die⸗ „ſelbe Sache entlehnt, ſo ſind ſie dem Leiher ſammt und »ſonders, einer fuͤr alle und alle fuͤr einen(ſolidariſch) ver⸗ „pflichtet.«
*) Auch dann haftet der Entlehner für die Verſchlimmerungen nicht, wenn ſie von dem Factum einer andern Perſon, wofür er nicht verantwortlich iſt, herrührt, welches er weder vorherſehen noch verhindern konnte. T. 19 evmmod⸗
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