Teil eines Werkes 
Vierter und letzter Band (1809)
Entstehung
Seite
20
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nI. Buch. IX. Tit. Von dem Soeietäts⸗Contracte.!

Dieſe Grundſatze dienen den Ziff. 1, 3 und 4 dieſes Ar⸗ tikels zur Baſis.

Was die Ziff. 2 betrifft, ſo hat der Miteigenthuͤmer eines Hauſes, nach der Lehre der Rechtsgelehrten, das Recht, gegen den Willen ſeiner Geſellſchafter darin zu woh⸗ nen, und dieß ſcheint mir richtig zu ſeyn, wenn er nur ſei⸗ nen Antheil daran in Beſitz nehmen will; dieſe Rechtslehrer ſetzen aber noch hinzu, daß er in Anſehung des ganzen Hauſes dritten Perſonen vorgezogen werden müſſe, wenn er den Antheil der übrigen bezahlte, es ſey dann, daß man gewohnt wäre, das Haus zu vermiethen. Seit dem die T. ade, womit dieſe letztere Entſcheidung viele Aehnlichkeit hat, abgeſchafft worden iſt, ſcheint ſie mir einigem Zweifel unter⸗ worfen zu ſeyn. S. Rousseaud, und die v. societs, Sect. 3, n. 4, von ihm angeführten Schriftſteller.

Der unter der Ziff. 1 enthaltenen Entſcheidung iſt ſchon ein von der Civil⸗Section am 23. Pluvioſe 12. J⸗ Gs. Hor⸗ nung 1809) erlaſſenes Urtheil zuvorgekommen⸗ Der Fall

war folgender? Lange, Miteigenthuͤmer des noch ungetheilten Landgu⸗ tes von Suscinio, hatte dem Warcou, welcher Pächter da⸗ von war, aufgekuͤndigt. Marsou wendete ein, Lange allein könnte ihm nicht aufkuͤndigen. Das Tribunal von Vannes wieß ihn mit dieſer Einrede ab; das Appellations⸗Gericht von Rennes aber entſchied das Gegentheil.

Lange nahm ſeinen Recurs zum Caſſations⸗Hofe, und dieſer caſſirte das urtheil des Appellations⸗Gerichtes von Rennes, weil a) Lange Miteigenthümer des Landgutes von Suscinio war, welches noch in unzertheilter Gemeinſchaft beſeſſen wurde; weil b) ſeine Mitintereſſenten ſeine Hand⸗

prætermiserit et ides per communt dinidundo acrionem damnum vureirt poterit; vin facienti consensit, nec pro damno habet actio- nem. Ouod quid absente ocio lad asionem ejus ſecit, Jos etiam tollers cogitur.