Teil eines Werkes 
Vierter und letzter Band (1809)
Entstehung
Seite
21
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uI. Buch. IX. Tit. Von dem Sveietäts⸗Contraete. 81

lung nicht mißbilligt hatten, und c) Marcou dieſe letztere nicht einmahl zur Sache hatte beyladen laſſen.

In dieſer Sache hatte zwar Marcou viele That⸗Umſtände gegen ſich; indeſſen bleibt es doch immer richtig, daß der Grundſatz, wovon hier die Rede iſt, angenommen wurde.!

Art. 1860.»Ein Geſellſchafter, dem die Verwaltung nicht aufgetragen iſt, kann ſelbſt bewegliche Sachen, welche der Geſellſchaft gehoͤren, weder veräußern, noch verpfaͤnden.«

Sie die Anmerkung zum vorhergehenden Artikel.

Art. 1861.Jeder Geſellſchafter kann in Beziehung auf den Antheil, den er an der Geſellſchaft hat, auch ohne Bewilligung ſeiner Geſellſchafter mit einer dritten Perſon in Societät treten; er kann ſie aber, ohne dieſe Bewilli⸗ gung, in die Hauptgeſellſchaft nicht aufnehmen, ſelbſt wenn er die Verwaltung davon haben ſollte.«

Dieß iſt es, was in der T. 20, F. h. geſagt wird, Socii mei Socius meus Socius non est.*)

Dieſem Artikel hatte man noch einen F. beygefügt, wel⸗ cher die Verfügung enthielt, daß derjenige, welcher ſich ei⸗ nen dritten beygeſellte, für den Schaden zu haften habe, den dieſer dritte der Geſellſchaft etwa verurſachen möchte⸗

Dieſer F. wurde als unnütz ausgeſtrichen; in der That haftet der Geſellſchafter für die Handlungen dieſes dritten, und wenn man ihn auch nur als einen angeordneten Ge⸗ ſchaͤftsträger anſehen wollte.

3 weyter Abſchnitt. Von der Verpflichtung der Geſellſchafter in Beziehung auf dritte Perſonen. Art. 1862.Bey Geſellſchaften, die keine Handlungs⸗ Geſellſchaften ſind, haben die Aſſociirten fuͤr die gemein⸗ ſchaftlichen Schulden nicht ſolidariſch zu haften, und ein

*) Man ſehe übrigens die PL. 21, 22 und 23 4. B.