UI. Buch. 1X. Tit. Pon dem Societäts⸗Contracte. 17
„Geſellſchaft, oder ſonſt auf eine Weiſe bedient, welche ſeine „Geſellſchafter verhindert, ſich ihrer nach dem Umfange ih⸗ „rer Rechte ebenfalls zu bedienen.
„3) Jeder Geſellſchafter hat das Recht, ſeine Geſell⸗ „ſchafter zu zwingen, daß ſie gemeinſchaftlich mit ihm die „Koſten beſtreiten, die erforderlich ſind, um die der Geſell⸗ „ſchaft gehoͤrigen Sachen zu erhalten.*)
„4) Kein Geſellſchafter hat fuͤr ſich allein das Recht, an „den Immobilien, welche zur Geſellſchaft gehören, Neuerun⸗ „gen vorzunehmen, ſelbſt wenn er behaupten ſollte, daß ſie »dieſer Geſellſchaft Vortheil bringen, in ſo fern die uͤbrigen „Geſellſchafter hierin nicht einwilligen,«
Der in der Ziffer 1 dieſes Artikels aufgeſtellte Grundſatz ſtimmt mit den LI. 13 F. ult. und 14, H de inse act. uͤberein, nach deren Analogie die Geſellſchafter als Agenten und Factoren untereinander angeſehen werden. Jedoch war ein Geſell— ſchafter nicht befugt, mehr als ſeinen Antheil an der gemein⸗ ſchaftlichen Sache zu veräußern, noch von dem gemeinſchaf⸗ lichen Gelde mehr als ſein Antheil ſich betrug, lehnbar vor⸗— zuſchießen. F. 68. h. T. 16, de veb. cred.
Ein anderer Grundſatz dieſer Geſetze iſt dieſet, quod pro- hbendi potius qudm faciendi jus est in Ssocio. T. 11, h si Servit. vind. Num in re pari potior est conditib proli⸗ bentis. F. 28, H romm. dibid.*²²)
*) Zu erhälten. 3. B. wenn Gebäude einer Reparatur bebür⸗ fen, wenn die Fäſſer; worin der der Geſellſchaft zugehörige Wein enthalten iſt, eine Ausbeſſerung nöthig haben„e. Zu dieſen Koſten muß jeder nach dem Verhältniße ſeines An⸗ theiles an der Geſellſchaft beptragen.
Was übrigens die Roſten betrifft, die ein Geſellſchafter zut Erhaltung der Sache und zum Nutzen der Geſellſchaft verwendet hat, hieruͤber verdienen die T. 52§. 10, 12, 15. F. 33 5. 1) pro. voc. T. 27,. de negot. gest. und 15, JF. 3 ₰ eroc. nochgeſehen zu werden. 4
*) Dr ramen, wie in der T. 23, comm. div. hinzugeſetzt wird, Vatkum opus tollat, cogr non potost, v quum prolibars Raterat, A65


