14 1II. Buch. 1X. Tit. Von dem Soeietäts⸗Contraere.
In der T. 52, F. 4 M h. heißt es: sicuti lucrum, ite damnum commnne esse oportet, et casus, veluti gi in la- trones incidit, et Suum pecuniam perdidit/ et siquid in me- dicos impensum est er ed causé. Verſteht ſich, während er die Geſchäfte der Geſellſchaft beſorgte.*)
Art. 1853.»Iſt der Antheil eines jeden Geſellſchafters „am Gewinn und Verluſte in dem Societaͤts⸗Contracte nicht „beſtimmt, ſo richtet er ſich fuͤr einen jeden nach Verhaͤlt⸗ „niß deſſen, was er zum Capital der Geſellſchaft beyge⸗ „gebracht hat.«
„Der Antheil am Gewinn und Verluſte, welcher demje⸗ „nigen gebuͤhrt, der nur ſeine Mühe und Arbeit eingebracht „hat, wird ſo berechnet, als waͤre ſeine Einlage dem Capi⸗ „tal desjenigen Geſellſchafters gleich, der am wenigſten ein⸗ „gebracht hat.«
Im Entwurfe ſtand bloß der erſte Theil des Artikels⸗ Man erinnerte, er beſtimme nicht, wie es ſich mit einem Geſellſchafter verhalten ſoll, welcher bloß ſeine Muͤhe und Arbeit in die Geſellſchaft bringe. Anfangs ſchien man darin einig zu ſeyn, daß er den nehmlichen Antheil haben müſſe, wie jene, welche Fonds hergegeben hätten; im Tribunate machte man aber die Anmerkung, es ſey möglich, daß die von den uͤbrigen Geſellſchaftern eingeſchoſſenen Summen Geldes ungleich ſeyen, und folglich muͤſſe man ſich noth⸗ wendiger Weiſe entſchließen, ihm entweder den gröſten, oder den geringſten der den uͤbrigen Geſellſchaſtern gebührenden
²) Anderſt verhält es ſich, wenn die Beſorgung der geſellſchaftli⸗ chen Angelegenheiten eine bloß zufällige Gelegenheit zu irgend einem Verluſte war, z. B. wenn die Geſellſchaft gegen jemanden einen Prozeß fuͤhrte, welcher ein Freund eines der Geſellſchafter war, und dieſem in ſeinem Teſtamente etwas vermacht, nachher aber dieſes Vermächtniß bloß wegen jenes Prozeſſes widerrufen hatte. S propter vocietatem quis eum hwredem instituere desisser, aut patrimorium suum negligenter administraset. T. 60§. 1 5.
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