Teil eines Werkes 
Dritter Band (1808)
Entstehung
Seite
499
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M. Buch. VIMI. Tit. Von dem Mieth⸗Contracte. 499

Daß der Verpachter einen größern Antheil am Nutzen haben;«

Daß er die Hälfte der Milch erhalten ſoll;«

Es iſt aber nicht erlaubt, dabey auszubedingen, daß der Paͤchter allen Verluſt zu tragen habe.

Wenn man hier in Hinſicht des Pachters, der eine Quo tit't der Früchte zu liefern hat, erlanbt, den gewohnlichen Regeln zu derogiren, ſo geſchieht es deßwegen, weil man vorausſetzt, daß er durch ſeine Pachtung ſchadlos gehal⸗ ten wird.

Art. 1829.» Dieſe Verpachtung des Viehes endiget ſich.

»mit dem Pachte des Meyerhofes.«

Die Verpachtung, die unter der Bedingung geſchieht, daß der Pächter eine Quotität der Früchte liefern ſoll, wird gewoͤhnlich nicht auf eine beſtimmte Zeit geſchleſſen, ſonderu nach Belieben vom Verpachter oder vom Pachter aufgelöſtz dieſe Auflöſung muß indeſſen nicht zu Unzeit geſchehen, viel mehr muß man ſich hierin nach dem Gebrauche der verſchie⸗ denen Gegenden richten, welcher nicht einförmig iſte in eini⸗ gen Gegenden zicht der Pächter nach der Ernte ab, in an⸗ dern erſt mach der Saat. Der erſte Gebrauch ſcheint mir der beſte zu ſeyn, weil der abziehende Pächter gewöhnlich nicht in der Nähe iſt, um nachher die Ernte machen zu können, und beyde, er, und der Eigenthuͤmer darunter leiden.

Art. 1830.» Sie iſt übrigens allen Regeln unterwor⸗ fen, welche bey der gewoͤhnlichen Verpachtung des BViehes »eintreten.«

Fünfter Abſchnitt.

Von dem Contraete, der nur im uneigentlichen Sinne eine Ver⸗ pachtung des Viehes genannt wird.

Art. 1831.»Wenn jemand eine oder mehrere Kühe einem andern gibt, um ſie in ſeinen Viehſtall aufzunehmen

vund zu fuͤttern, ſo behaͤlt derjenige, der ſie hergibt, das