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III. Buch. VM. Tit. Von dem Mieth Centtacte.
„Was etwa abgeht, muß er zahlen, und nur der Zu⸗ „wachs und U berſchuß gehört ihm.«*)
Dioſer ganze Abſchnitt geht nur die mittägigen Gegenden Frankreichs an, wo der Eigenthümer gewöhnlich den Vieh⸗ ſtand liefert. In den Gegenden, wo der Ackerbau im großen betrieben wird, gibt der Eigenthümer bloß ſeine Länderey her, wogegen der Poͤchter alles vorſchießt, was zur Benutz⸗ ung derſelben erforderlich iſt.
F. Von der einem Pächter uͤberlaſſenen Rutzung des Viehes, wenn er für einen Theil der Früchte gepachtet hat.
Art. 1827.»bGeht der Viehſtand ohne Verſchulden des „Pächters vollig zu Grunde, ſo trifft der Verluſt den Ver⸗ pachter.«
Stimmt mit einem Parlaments-Urtheile von Paris vom 23. Jaͤnner 1748 überein, welches Rouseaud, v. cheptel, Sect. 2 anführt.
Geht der Viehſtand nicht ganz zu Grunde, für dieſen Fall ſehe man den Artikel 1810 ſammt den Anmerkun⸗ gen dazu⸗.
Art. 1828.» Man kann ſich bey dieſem Contracte aus⸗ „bedingen, daß der Pächter ſeinen Antheil an der Scherwolle „dem Verpachter für einen Preis überlaſſen ſoll, der unter „dem gemdhnlichen und laufenden iſt;“
*) Zu behalten. Denn da a) das zum verpachtenden Viehſtande gehorige Vieh zur Benutzung des Meyerhofes be⸗ ſtimmt iſt da P) dieſe Verpachtung deßwegen eiſerner Vieb⸗ Controet(cheptel de fer) genannt wird, weil das Vieh, welches der Gegenſtand deſſelben iſt, ſo zu ſagen von dem Meyerhofe unzertrennlich iſt, da es folglich e) nur aus der urſache geſchätzt wird, damit hieraus hervorgehe, was es iur Zeit der Ueberlie⸗ ſerung weith war ſo ſteht man leicht ein, daß es der Natur dieſes Contractes zuwider ſeyn würde, wenn es beym Ende der Pachtung dem Pächter erlaubt wäre es gegen die urſprüngliche Taxe zu behalten..
W.


