1. Buch. VI. Tit. Von dem Mieth⸗Contrarte. 431
Art. 1789.»Lefert der Arbeiter nur ſeine Arbeit oder „ſeinen Kunſtfleiß, und die Sache geht zu Grunde, ſo haftet „der Arbeiter für weiter nichts, als fuͤr ſein Verſehen.«
Weil dieß ein Mieth⸗Contract iſt. Uebrigens ſtimmt der Artikel mit dem F. 5, inst. de locat. et cond. überein.
In der T. 13 F. 6 h locati wird entſchieden, daß, wenn ich Stoffe zum Faͤrken gegeben habe, und die Ratzen ſie beym Faͤrber verderben, er den Schaden zu erſetzen ſchuldig ſey, quia debuit db hdc re cavere.
Art. 1790.»Wenn in dem Falle, der im vorhergehenden Artikel ausgedruckt iſt, die Sache, obgleich ohne einiges Ver⸗ ſehen ron Seiten des Arbeiters zu Grunde geht, ehe die verfer⸗ tigte Arbeit angehommen worden, und ohne daß der Beſteller in „Verzug iſt, ſie zu unterſuchen, ſo hat der Arbeiter keinen Anſpruch auf Arbeitslohn, die Sache ſey dann durch einen Fehler an dem Stoffe zu Grunde gegangen.«
Art. 1791.»Iſt von einem Werke die Rede, das aus mehrern Theilen beſteht, oder nach Verhältniß des Maßes gezahlt werden ſoll, ſo kann die Unterſuchung auch theilweiſe geſchehen; und zahlt der Beſteller den Arbeiter nach Maß⸗ »„gabe der ſchon verfertigten Arbeit, ſo wird dafür gehalten, „daß es für alle wirklich bezahlte Theile unterſucht und ge⸗ „nehmiget worden ſey.«
Opus, quod aversione locatum est, donec adprobetur,
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conductoris periculum est... vel quutenis admensum non sit, si in pedes mensurasve præstetur nisi per dominum steterit qud mints adprobetur. F. 36, H. locati.
Art. 1792.» Baumeiſter und Bau⸗Unternehmer ſind zehn
„Jahre lang dafür zu haften verbunden, wenn ein Gebaͤnde⸗ das fuͤr einen bedungenen Preis aufgeführt worden iſt—
„ganz oder zum Theile durch einen Fehler in der Bauart oder „ſelbſt durch einen Fehler, der nur Grund und Boden trifft, „zu Grunde geht.«
Ouod operis vitis accidit, operarii detrimentum est. ⸗ ult. H. locati.
Malev. III. ⸗ 31


