m. Buch. UI. Tit. Von Contracten und Verbindlichkeiten. 7
Entſcheidung nehmen muß. F. 28. und 30. Inst. de action.
Auch dieſe Eintheilung iſt in Frankreich nicht angenommen, wo nach einer allgemeinen Regel alle Contracte bonæ fidei ſind. Serres, ad d. F. 28.
Die Contracte bildeten ſich 3) auf vier verſchiedene Ar⸗ ten: durch die Ablieferung der Sache, durch feyerliche Worte, durch einen ſchriftlichen Aufſatz, und durch die bloße Einwil⸗ ligung der Parteyen. Re, verbis, litteris et consensu. Nicht, als wenn die Ein Killigung der Parteyen nicht bey allen Gat⸗ tungen von Contracten erforderlich wäre, ſondern es gab deren, wobey, nebſt der Einwilligung, noch entweder die Abliefe⸗ rung, oder ein ſchriftlicher Aufſatz, oder gewiſſe feyerliche Worte nothwendig waren.
Der Contracte, die, außer der Einwilligung, die Ablie⸗ ferung erforderten, waren vier: das Darlehn, der Leih⸗, der Hinterlegungs- und der Pfand⸗Contract, Mutuum, Commo- datum, depositum et piguus. S. den Tit. 15. des B. 3 der Inſtitutionen.
Die Verbindlichkeit mittelſt feyerlicher Worte war dieje⸗ nige, welche die Römer eigentlich stipulatio nannten, und die ſich durch Fragen, und genau darauf paſſende Antworten bildete. Spondes? Spondeo. Promittis? Promitto.(S. den Tit. 16 des B. 3 der Inſtit.)
Die T. 10. Cod. de contrah. et committ. stipul. ſchaffte dieſe feyerlichen Worte ab, und ſeitdem ſah man auf nichts weiter, als auf die Einwilligung der Contrahenten.
Die Litteral⸗Verbindlichkeit, litterarum oder nominum, war den Banquiers eigen, die bey den Römern Argentarii hießen, und wurde durch einen ſchriftlichen Aufſatz contrahirt, den ſie in ihr Regiſter, welches Calendarium hieß, eintru⸗ gen: ſchon zu Zeiten Juſtinians war dieſe Art ſich zu ver⸗ binden nicht mehr gebräuchlich. Inst. de litt. oblig.
Vier Contracte waren endlich, die ſich durch die bloße Einwilligung bildeten, der Verkauf nehmlich, die Miethe,


