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5 s 1. Buch. M. Tit. Von Schenkungen und Teſtamenten.
ſern ſchien, zu deren Gunſten ſie gemacht worden waren⸗ Unſer Artikel ſagt indeſſen: jede Schenkung, und macht folglich dieſem Unterſchiede ein Ende.
Art. 1089.„Schenkungen, die einem der Ehegatten „zum Vortheile auf die im 1082., 1084. und 1086. Artikel „hier oben bemerkte Weiſe geſchehen ſind, werden kraftlos, „wenn der Geſchenkgeber den beſchenkten Ehegatten und ſei⸗ „ne Nachkommenſchaft uͤberlebt.“
Dieß hier iſt eine Art von Rückfalls⸗Recht, welches das Geſetzbuch zu Gunſten der Geſchenkgeber für die Fölle feſtſetzt, von denen in den von ihm bezeichneten Artikeln Erwähnung geſchieht, d. h. für Schenkungen des ganzen Vermogens, oder einer Quote deſſelben in einem Heiraths-Centracte, denn bloß hievon, nicht aber von Schenkungen einer gewiſſen Summe, oder eines beſtimmten Gegenſtandes iſt in jenen Ar⸗ tikeln die Rede. Inzwiſchen ſcheint doch bey den Letztern der nehmliche Entſcheidungs⸗Grund einzutreten.
Wird die Schenkung kraftlos, ſo iſt es ganz klar, daß die geſchenkten Guͤter ſrey von Veräußerungen, ſo der Ge⸗ ſchenenehmer damit vorgenommen, und von Hypotbeken, womit er ſie beſchwert haben mag, auf den Geſchenkgeber zurückkehren. Die Frage iſt aber, ob dieß gleichfalls in Hinſicht der Hypothek zur Sicherheit des Brautſchatzes, und der im Ehe⸗Contracte für die Frau ausbedungenen Vor⸗ theile Stott habe? Große Urſache iſt vorhanden, daran zu zweiflen.
Der Verfaſſer der Pandectes frangaises entſcheidet die Frage keiahend, weil die Schenkung aufgelöſt wird, und ſo betrachtet werden muß, als wenn ſie nie kriſtirt habe. Al⸗ lein, im Falle des vrtragmaͤßigen Ruͤckfalls⸗Rechtes wird doch auch die Schenkung aufgelöſt; der Geſchenkgeber hatte ſich dieß ausdrücklich ausbedungen, und ſo gar zur Bedin⸗ gung ſeiner Schenkung gemacht; und doch entſcheidet der Art. 952 beſtimmt, daß die Güter der Hypothek ſür den Brautſchatz, und ſonſtige für die Frau, in deren Heiraths⸗


