. Buch. l. Tit. Von Schenkungen und Teſtamenten. 51
Broca am 19. Pluvioſe 11. J. zur Sprache kam, wurde dem Antrage des Hrn. Gencral⸗Procurators gemaß, entſchie⸗ den, man müſſe auf dieſe beſondere Praxis keine Rückſicht neh— men: Broca ſiy erſt beym Abſterben ſeiner Mutter unwider, ruflich zum Beſitze des Vermögens gelangt, worin ſie ihn ein— geſetzt hatte: bis dahin ſey ihm das Eigenthum deſſelben nicht geſichert geweſen; ſo gar habe es fuͤr ihn verloren ge⸗ hen köunen, wenn er vor ſeiner Mutter geſtorben wäte, wo— — dann folge, daß Broca beym Abſterben ſeiner Mut—
die be Sterbfällen zu entrichtenden Gebuͤhren habe be zah⸗ muͤſſen. Dieſem zuſolge caſſirte der Caſſations-Hof ein Urtheil des Gerichtes von Mont-de-Manſan welches das Ge⸗ gentheil erkannt hatte. Dieſe Streitigkeit war, wie man leicht einſieht, daher entſtanden, weil zur Zeit des Sterbfalles die Abgaben ſich höher beliefen, als zur Zeit der E. bes⸗Ein⸗ ſetzung⸗
Uebrigens ſtimmt unſer Artikel, wenn er ſagt, daß von den in Frage ſtehenden Schenkungen immer vermut het werde, daß ſie zum Beſten der zukünftigen Kinder aus der Ehe ge⸗ ſchehen ſeyen, hierin mit der allgemeinen Rec chtölehre uͤberein. S. Furgole, g. g. G.
Art. 1083.» Eine Schenkung, welche nach der unter „dem vorhergehenden Artikel ausgedruckten Form geſchehen iſt, iſt einzig in dem Sinne unwiderruflich, daß der Geber uͤber die in der Schenkung begriffenen Gegenſtände nicht „iehr unter einem wohlthätigen Titel verordnen darf, es ſ.y „dann uͤber geringe Summen, zur Belohnung oder auf eine andere Art.“
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S. die A⸗merkung zum vorhergehenden Atik.l.
Es bedarf keiner Erinnerung, daß dasjenige, was in Beziebuag auf eine reiche Erbſchaſt eine geringe Schenkung ſeyn mag, in Hinſicht eines gewöhnlichen Nachlaſſes von Bedeutung ſeyn kann; die R chter, muͤſſen alſo dieſes nach den vorommen en Umſtänden beirtheien.


