Teil eines Werkes 
Zweyter Band (1808)
Entstehung
Seite
42
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42 n. Buch. 1l. Tit. Von dem Eigenthum.

der Parlamente, in deren Bezirk das römiſche Recht galt, ſagen, daß ſie dieſer Ungerechtigkeit Widerſtand geleiſtet ha⸗ ben. Vedel sur Cattellan, liv. Z. ch. 40. Fromental, p. 264.

Art.§564.Tauben, Kaninchen, Fiſche, die in ein au⸗ deres Taubenhaus, Kaninchen-Gehäge oder in einen an⸗ dern Fiſchteich übergehen, gehören dem Eigenthümer dieſer Gegenſtände, ſo fern ſie nicht durch Betrug oder Argliſt herbeygelockt worden ſind.«

Es gibt Haus- oder zahme Tauben und Kaninchen, ſo wie es wilde gibt; von dieſen letztern ſpricht unſer Artikel; denn geſellten ſich Haus-Tanben oder Haus-Kaninchen zu jenen eines Nachbars, ſo waͤre der erſte Eigenthümer aller dings berechtigt, ſie, ſo wie ſeinen Hahn und ſeine Huͤhner zuruͤck zu fordern.

In Hinſicht der Fiſche, iſt die Anwendung dieſes Artikels beſchwerlicher, weil es nicht leicht iſt, ſie anzuerkennen.

3 Von dem Zuwachsrechte in Beziehung auf bewegliche Sachen.

Art.§63.Das Zuwachsrecht, wenn es zwey beweg⸗ liche Sachen zum Gegenſtande hat, die zwey verſchiedenen Herrn zugehören, iſt ganz den Grundſätzen der natuͤrlichen Billigkeit untergeordnet.

Folgende Regeln ſollen dem Richter zum Muſter dienen, um in andern nicht vorhergeſehenen Faͤllen ſich nach Ver⸗ ſchiedenheit der Umſtaͤnde zu beſtimmen.

Ueber den Gegenſtand dieſes Abſchnittes handeln die F. 25, 26, 27 und 28 des Tit. 1 B. 2 der Inſtitutionen. Faſt ganz richtet ſich hiernach unſer Geſetzbuch, nur einige Puncte ausgenommen, wo es ſich der natürlichen Billigkeit noch mehr genaͤhert hat. Wirklich ſoll dieſe, wie ſich unſer Artikel ausdruckt, einzig bey dieſer Materie zur Baſis ge⸗ nommen werden. In eben dieſem Sinne ſagt auch Serres ad F. 23., daß die Entſcheidung der Fragen, die das Eigen⸗ thum einer mit fremden Stoffe verfertigten Sache betreffen,