M. Buch. U. Tit. Von dem Eigenthum. 41
bey einem ſeiner Ufer befindet, und ſo dem auf dieſer Seite angränzenden Eigenthuͤmer zugehoͤrt, die in der Folge durch Alluvion entſtehende Anwuͤchſe immer eben dieſem Ei⸗ genthuͤmer zugehoͤren, wenn ſie auch ſchon dem andern Ufer näher ſeyn ſollten. F. 56. H de ach. rer. dom.
Art. 362.» Wenn ein Fluß oder Strom, indem er „zum Theile ſich anderſt wohin ergießt, und einen neuen „Arm bildet, das Feld eines angraͤnzenden Eigenthuͤmers „von dem feſten Lande abſchneidet und ſo umgibt, daß es „zur Inſel wird, ſo behält dieſer Eigenthuͤmer das Eigen— „thum ſeines Feldes, ſelbſt dann, wenn die Inſel ſich in ei⸗ „nem Fluſſe oder in einem andern ſchiffbaren oder floßbaren „Waſſer gebildet hat.“
Weil dieß nicht mehr eine Inſel iſt, die ſich im Waſſer gebildet hat. F. 22. inst. de rer. div.
Art.§63.„Wenn ein Fluß oder Strom, er ſey ſchiffbar, „flößbar oder keines von beyden, ſeinen Lauf veraͤndert, und „ſein altes Flußbett verläßt, ſo nehmen die Eigenthümer der „nenerdings unter Waſſer geſetzten Grundſtuͤcke, zur Entſchaͤ⸗ „digung, das alte verlaſſene Flußbett, jeder nach Verhaͤltniß „des Grund und Bodens, der ihm entriſſen worden iſt.«
Dieſer Artikel ſtimmt nicht mit der T. 7. h de acq. rer. dom. und dem F. 23. inst. eod. überein, die das verlaſſene Flußbett den angränzenden Eigenthümern zuerkannten. Dieß wurde bey der Discuſſion des Artikels bemerkt, und noch hinzugeſetzt, daß er in der 27ſten Militär-Diviſiovn, wo der Gebrauch mit der Verfügung der angefuͤhrten Geſetze uͤber⸗ einſtimmte, unangenehme Wirkungen hervorbringen wuͤrde. Die Billigkeit des Artikels erhielt jedoch und zwar mit Rechte üͤber dieſen Gebrauch die Oberhand.
Nach der Lehns-Verfaſſung wurde das alte Bett weder den angraͤnzenden, noch den Eigenthuͤmern des neuen Bettes, ſondern dem Koͤnge, oder dem Lehnsherrn zuerkannt, je nachdem der Fluß ſchiffbar oder bloß flößbar war. Henris, ton. 2. liv. 3. quest. Zo. Indeſſen muß man zum Lobe


