Teil eines Werkes 
Zweyter Band (1808)
Entstehung
Seite
36
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36 UI. Buch. U. Tit. Von dem Eigenthum.

deſſen ungeachtet die Alluvionen, die ſich am Ufer der Ga⸗ ronne bildeten, zum Staats⸗Eigenthume ziehen wollen, und im nouveau Penisart v. alluwions kann man die wich⸗ tige Discuſſion nachſehen, die hierüber zwiſchen dem Staats⸗ Rathe, und dem Parlamente von Bordeaur entſtand, deſſen Organ der ehrwürdige General-Procurator Dudon war⸗ Ich ergreife dieſe Gelegenheit, um ſeinem Andenken das Lob zu zollen, welches alle ſeine Zeitgenoſſen ſeinen tiefen Kennt⸗ nißen, ſeinem brennenden Gerechtigkeits-Eifer, und der Strenge ſeiner Sitten ſchuldig ſind, und welches insbeſondere die Freundſchaft von mir fordert, womit er mich beehrte. Durch einen Vertheidiger, wie er war, mußten die Grund⸗ ſaͤtze bey einem Könige triumphiren, dem es weder an Billigkeit, noch an Kenntnißen mangelte, der aber, in be⸗ denklichen Zeiten, ſtatt des Zutrauens in ſeine Kraͤfte, welches Muth verleiht, und ſtatt der Standhaftigkeit, die ſelten ihren Zweck verfehlt, nür Schüchternheit, die ſeinen Feinden erlaubte, alles zu wagen, und eine Unentſchloſſen⸗ heit beſaß, die alle Maßregeln ſeiner Freunde zernichtete.

Die Lehns⸗Verfaſſung hatte noch einen andern Eingriff ins natürliche Recht dadurch gethan, daß ſie dem Lehnsherrn das Eigenthum der Alluvivnen dann beylegte, wenn die Aecker abgemeſſen waren, und ihre Graͤnzen hatten; Pumou- lin, sur la Cout. de Paris, F. Glossd§. Dieſe unrichtige Rechtslehre iſt nun mit der Verfaſſung ſelbſt gefallen⸗

Fußſteig. Ueber dieſen Ausdruck bemerkte man? der Rath habe ſchon erklärt, daß dieſer Fußſteig längſt den ſchiff⸗ und flößbaren Flüſſen, ein Staats⸗Eigenthum ſey; dieſe Bemerkung war indeſſen gewiß nicht richtig, wenigſtens findet man nichts aͤhnliches in unſerm Geſetzbuche, und der Art. 7. Tit. 28. der Ordonnanz des eauæ et foréts legte den Eigenthümern bloß die Verbindlichkeit auf, längſt den ſchiff⸗ baren Flüſſen einen Raum fürs Leinpfad frey und ohne

Bäume zu laſſen, welcher auf der Seite, wo die Schiffe