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1. Buch. k. Tit Von dem Genuſſe und dem Verluſte der Civil⸗Rechte. 49
Nach den wahren Grundſätzen, und in ſo fern keine ausdrück⸗ liche Ausnahme davon gemacht worden, ſagte man, muß die zwiſchen zwey Deportirten am Orte ihrer Deportation ge⸗ ſchloſſene Ehe, in Hinſicht ihrer, ihre gewöhnliche Wirkungen nicht nur in der Colonie, ſondern auch außer derſelben her⸗ vorbringen; dergleichen ſind: die wechſelſeitigen Rechte und Pflichten der Eheleute, die Gewalt des Mannes, die Unfä⸗ higkeit der Frau ohne Autoriſation ihres Mannes vor Gericht aufzutreten.
Eben ſo verhält es ſich mit den Rechten des Mannes über das Vermögen ſeiner Frau, ohne Unterſchied ob ſie in einer bedungenen Güter⸗Gemeinſchaft, oder in irgend einer Schen⸗ kung ihren Grund haben; dieſer Rechte muß er genießen, an welchem Orte auch immer dieſe Güter liegen mögen, die Frau mag zur Zeit ihrer Heirath nicht ſelbſt deportirt gewe⸗ ſen ſeyn, oder ſeitdem außer der Colonie Güter erworben ha⸗ ben, denn auch die bürgerlich todten Individuen ſind nicht von der Befugniß zu erwerben ausgeſchloſſen, weil ſie aus dem bloßen Völker⸗Rechte hervorgeht.
Was die Kinder betrifft, dieſe ſind überall der geſetzli⸗ chen Gewalt ihrer Eltern unterworfen; auch werden ſie über⸗ all als eheliche Kinder angeſehen; iſt aber von ihrer Erbf⸗ higkeit die Frage, dann muß man diejenigen, die aus der Ehe zweyer Deportirten erzengt ſind, von jenen unterſcheiden, die von einem Deportirten, und einem andern, der es nicht war, geboren ſind; die Erſten, ſagte man, ſind nur am Drte der Deportation erbfähig, an allen andern Orten ſind ſie Fremde; die Letzten hingegen können ihre Anverwandten ſelbſt jene, die außer der Colonie wohnen, erben, und zwar in Kraft des Rechtes desjenigen ihrer Eltern, der im Genuſſe
der Civil⸗Rechte war.
In der Sitzung vom 24. Thermidor ſchien es, als wenn dieſe Grundſätze angenommen wären, und man ſetzte feſt, daß die nach der Deportation gebornen Kinder zwar in Frankreich erben ſollten, in ſo fern die Erbfähigkeit von
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