Teil eines Werkes 
Erster Band (1808)
Entstehung
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war, noch ein Mahl zur Sprache brachte, und nun das Gegen⸗ theil entſchied. Daher jene Weitläuftigkeiten und Wiederhoh⸗ lungen, die vorzüglich in den erſten Bänden des Verbal⸗ Prozeſſes den Leſer ermüden; daher die öftere Hinverweiſung von einer Sitzung zu einer andern, die zuweilen noch ſehr entfernt war; daher endlich jene Zerſtückelung der Materien, die gerade dann, wenn die Aufmerkſämkeit des Leſers ganz auf einen Gegenſtand gerichtet iſt, ihm einen andern von ganz verſchiedener Natur darbiethet⸗

Selbſt während der Discuſſivn des Geſetzbuches fühlte man dieſe Unbequemlichkeiten ſo ſehr, daß man oft im Be⸗ denken ſtand, die Austheilung des Verbal⸗Prozeſſes zu be⸗ ſchließen, bis er in jenen Ausdrücken abgefaßt ſeyn würde,

worüber man einig geworden war. Zu dieſer Arbeit fehlte

es denjenigen an Zeit, die ſie beſſer als ich hätten verrichten können; jetzt will ich ſtatt ihrer dieſes Geſchäft vornehmen⸗

Da die Darſtellung der Discuſſion, die bey einem Ge⸗ ſetze Statt gefunden hat, den beſten Commentar dazu liefert, ſo habe ich keine Betrachtung weggelaſſen, die über jeden Votſchlag angeſtellt worden iſt, und ſelbſt die Veränderungen angeführt, welche die Redaction erlitten hat, wenn ſie mir dazu geeignet ſchienen, den Geiſt der definiriv angenommenen Artikel beſſer faſſen zu laſſen; auch häbe ich in den Reden, die bey der Ueberteichung eines jeden Geſetzes im Geſetzge⸗ bungs⸗Corps gehalten würden, alles aufgeſucht, was den Sinn deſſelben aufklären, und die Fälle beſtimmen könnte,

worauf es anwendbar iſt.

Bloß dieſes bezielts ich, als ich Hand an dieſes Werk legte; bey der Bearbeitung deſſelben ſah ich aber auch die