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Der Verfaſſer der Kritik verlangt a), daß waͤhrend dem
mit proviſoriſcher Immiſſion in die Guͤter des Abweſenden ſchließenden Verfahren, ſowohl der Abweſende ſelbſt als die vielleicht naͤhern Verwandten und Praſumtiv⸗Erben deſſel⸗
ben durch Edictalien zur Geltendmachung ihrer Rechte aufge⸗
ſordert werden ſollen. Er beſorgt, taß ſonſt ein entfernte⸗ rer, aber am Ort gegenwaͤrtiger aufmerkſamer Verwandte des Abweſenden eine Abweſenheitserklätung erſchleichen moͤ⸗ ge. Er vermißt die Beſtimmung, daß der entferntere dem naͤhern Verwandten weichen muͤſſe⸗
Irre ich nicht, ſo thut der Verfaſſer der Kritik dem
franzoͤſiſchen Geſetze hier offenbar Unrecht. Dies Geſetz gibt ja den der Abweſenheitsdeclararion vorangehnden Maasregeln die hoͤchſte Pulicität, deren ſie fähig ſind Alle richterliche Verfuͤgungen werden dem Großrichter Juſtizminiſter zuge⸗ ſendet, und unter ſeiner Firma in allen oͤffenslichen Blättern
bekannt gemacht. So weit reichen Edictalien, welche ge⸗
wohnlich nur in drei Zeitnngen abgedruckt werden, nicht. Mit großem Vertrauen in die Wirkſamkeit und Zweckmäßig⸗
keit der verfuͤgten Maasregel, druͤckte ſich der Staatorath
Bigot-Préameneu auf folgende Art darüber aus:
„La publication des jugemens preparatoires et definitifs deviendra l'enquéte la plus solennelle et la plus universelle.
Les résultats en seront attendus pendant une an- née entiére, qui sera la cinquibme depuis le départ. Tout ceux qui auroient eu des nouvelles, ou ceux que en recevroient, auront le temps d'en instruire la
justice; et il suffira qu'un seul de ses avis nombreux
parvienne à P'absent pour qu'il multiplie les moyens de faire connoitre son existence*).
Le ministre de la justice— ſagte der nämliche Red⸗ ner—„emploira non-seulement la voie des papiers publics, mais encore il provoquera dans les places de commerce les correspondances avec toutes les parties du globe.“—
Was kann man von deutſchen Edictalien mehr als von der Vorſorge der frauzoſiſchen Geſetzgebung erwarten? Sind nicht die vervielfaͤltigten Aufforderungen an den verborgenen
*) Code civil ete, I. pag. 21.
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