Teil eines Werkes 
Vierter Band (1812) Kurze Darstellung der Napoleonischen Civil-Gesetzgebung in Beziehung auf die Rezeption des Code Napoléon in teutschen Landen 1809
Entstehung
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24 che Handlungen gebunden. Die praktiſche Orgam⸗ ſation der franzöſiſchen Civil⸗Geſetzgebung beruht aber auf zweierlei ganz getrennten Anſtalten, wovon ein Theil zu den richterlichen und der andre zu den die Rechtsſprechung umgebenden Inſtituten gehört.

Richterliche Anſtalten. Die erſten, die richterlichen Behörden, formi⸗ ren eine Stufenfolge der Gerichte, und eine Kette, deren Zerreiſſung ohne Inkonſequenz und ohne Lücken nicht wohl denkbar iſt. In dieſer Kette zeigen ſich: Friedensgerichte, Tribunäle erſter Inſtanz, Appel⸗ lationshöfe, der Kaſſationshof, und endlich der ho⸗ be kaiſerliche Gerichtshof. Das in der franzöſiſchen Verfaſſung ſich über⸗ all ausſprechende Prinzip der Trennung der geſetzge⸗ benden, richterlichen und vollziehenden Gewalt zeigt ſich bei den Friedensgerichten ſchon eben ſo, wie bei den Gerichtshöfen erſter Inſtanz und den Appella⸗ tionshöfen durch alle Theile ihrer Organiſation. Auch die polizeiliche und peinliche Gerichtsbar⸗ keit ſind von der bürgerlichen Rechtspflege ſtrenger, als bei uns, geſondert, obgleich dieſe Abſonderung oft mehr in der Form, als in dem wirkenden Perſo⸗ nale, erſcheint.

Friedensgeriſchte. Der Friedensrichter(von ſeinem ſtändigen Ver⸗ ſöbnungsauftrage in Rechtsſachen aller Art ſo ge⸗