Teil eines Werkes 
Vierter Band (1812) Kurze Darstellung der Napoleonischen Civil-Gesetzgebung in Beziehung auf die Rezeption des Code Napoléon in teutschen Landen 1809
Entstehung
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ſo würde ich den Code Napoléon immerhin als Hauptgeſetzbuch und mit einsweiliger proviſoriſchen Beibehaltung der uns werthen vaterländiſchen Inſti⸗ rutionen zu rezipiren anrathen. Meine individuelle Ueberzeugung und mehrzährige Geſchäfts⸗Erfahrung konnten mir das römiſche Recht ſo wenig, als die, eben ſo verſchiedenen, als willkührlichen Privatſta⸗ tute für die Praxis ſo werth machen, daß ich nicht für die teutſche Nation ein Civilgeſetzbuch und eine adminiſtrative Form durch alle Rubricken, überhaupt eine Einheit für die Länder des rheiniſchen Bun⸗ des wünſchen ſollte. Haben wir Teutſche doch ſeit langer Zeit ſo manches weniger Gute von Frankreich rezipirt, warum ſoll Frankreichs Geſetzbuch nicht auch für uns gleiche Anwendung baben? Liegt die Ein⸗

führung des Code Napoléson in den teutſchen Lan⸗

den einmal in der Abſicht der teutſchen Souveraine, und iſt ein allgemeines Bundes⸗Geſetzbuch nicht zu boffen: ſo dürfte immerhin beſſer ſeyn, den Code Napoléon als Hauptgeſetzbuch in den teutſchen Bun⸗ deslanden einzuführen. Gewinnen wir doch we⸗ nigſtens hiedurch Kürze und Beſtimmtheit in den Materien, über welche der Code Napolson ſeine Geſetzgebung erſtreckt! erſparen wir doch die mü⸗ beſame Ausklaubung des Brauchbaren im römiſchen Rechte, und lernt doch alsdann der Bürger mit ſchlichtem Verſtande leichter die Rormen des Rechts und Nichtrechts kennen, welche für ihn bis jetzt un⸗ bekannt waren; erhalten wir doch durch den Code