Religion a), und das Koͤnigliche Decret vom zrten Maͤrz g. J. beauftragt damit in Ruͤckſicht der Juden die Maires und deren Adjuncten.— Fuͤr eine ſehr große Claſſe der Staats⸗ dienerſchaft iſt es daher von der aͤußerſten Wichtigkeit, genau davon unterrichtet zu ſeyn, worin die Pbliegenheiten eines Beamten des Civilſtandes beſtehen, und wie ein ſolcher ſich zu verhalten habe, um ſeiner ihm ſo ſtreng und unter An⸗ drohung bedeutender Strafen gebotenen Pflicht ein vollſtaͤn⸗ diges Genuͤge zu leiſten.
Dieſem Zwecke durchaus entſprechend iſt nun zwar die von Seiten des Juſtizminiſteriums vor Kurzem bekannt ge⸗ machte Inſtruction; aber deren erſte Vorſchrift iſt, daß die Prediger(an welche dieſelbe zunaͤchſt gerichtet iſt) damit an⸗ fangen ſollen, ſich mit den Verfuͤgungen, welche das Ge⸗ ſetzbuch Napoleons in Beziehung auf ihr neues Amt enthaͤlt, ganz vertraut zu machen, und es bedarf alſo, da man nicht voraus ſetzen kann, daß ein jeder ſolcher Beamter ſich das Geſetzbuch ſelbſt anſchaffen werde, und die officielle ueberſetzung deſſelben ſogar noch nicht einmal zu haben iſt, noch einer Unterweiſung, die ihnen den vollſtaͤndigen Inhalt jener Verfuͤgungen mittheilt, und durch eine zweckmaͤſige An⸗
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a) Nur diejenigen Militairperſonen, welche ſich außerhalb des Staatsgebietes aufhalten, ſind hiervon ausgenommen, in⸗ dem das Geſetzbuch Napoleons fur dieſe und fuͤr alle auf einer See⸗ reiſe begriffenen Perſonen gans eigne Vorſchriften enthält, die un⸗ ter Nro. IV des Anhange, Art.59⸗61 und 36⸗ 93, vollſtändig mitge⸗ theilt werden.— Die im Lande befindlichen Militairperſonen haben ſich durchaus nach den allgemeinen Regeln füͤr alle uͤbrigen Unter⸗
thanen zu richten: Supplément du code Napoléon. p. 159.


