Abberufung. Die Betheiligten werden vorbeſchieden nach Befinden.
100. Zu keiner Zeit kann ein ſolches Berichtigungsur⸗ theil irgend einem Betheiligten entgegengeſetzt werden, wenn dieſer es nicht gefodert hat, oder wenn er nicht dazu iſt beſchieden worden.
101. Sobald die Berichtigungsurtheile dem Beamten des Civilſtandes zugeſtellt ſind, traͤgt er ſie in die Regiſter ein, und thut am Rande der berichtigten Acte Erwaͤhnung davon.
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Von dem Wohnorte J.
Art. 102. Man uͤbt ſeine buͤrgerlichen Rechte in ſei⸗ nem Wohnorte aus. Der Wohnort eines jeden Franzoſen aber iſt in dieſer Hinſicht derjenige Ort, wo er ſeine Haupt⸗ niederlaſſung hat**).
103. Die Aenderung des Wohnorts geſchieht durch zwei vereinte Umſtaͤnde, naͤmlich dadurch, daß jemand wirk⸗ lich an einem andern Orte ſich aufhaͤlt, und dabei die Abſicht hat, daſelbſt ſeine Hauptniederlaſſung zu errichten.
104. Die Abſicht wird durch eine ausdruͤckliche Erklaͤ⸗ rung bewieſen, die jemand von ſich gibt, ſowohl vor der Munizipalität des Ortes, den er verlaͤßt, als vor der Mu⸗ des Ortes, wo er ſich wohnhaft niedergelaſſen at.
*) Geſetz vom 23. Ventoſe 11. Jahrs(1. Maͤrz 1803), promul⸗ girt den 3. Germinal 11.(24. Maͤrz 1803).
**) Domicile, Wohnort, der Ort, wo jemand wohnhaft iſt, der Ort, wo der Menſch, der im Genuſſe ſeiner Rechte iſt, ſich häus⸗ lich niedergelaſſen, und den er zum Sitze ſeiner Gluͤcksguter aus⸗
erſehen hat, aus dem er, wie aus einem Mittelpunkte, ſeine
Geſchaͤfte rund umher betreibt, und den er nicht verläßt, als mit dem Verlangen und der Hoffnung zuruͤckzukehren, ſobald die urſache ſeiner Entferuung aufhoͤrt.


