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Ob aber die angedrohete Geld⸗ und Gefaͤngniß⸗ ſtrafe immer hinreichend ſey, ob nicht nach Beſchaf⸗ fenheit der Umſtaͤnde, nach dem Geiſte des geſtifteten Schadens, und nach andern Ruͤckſichten eine haͤr⸗ tere, dem richterlichen Ermeſſen muͤßte vorbehalten werden, iſt eine andere Frage.
Eine gleiche Bemerkung gilt von dem uͤbrigens vollkommen anwendbaren 157te Artikel.
Zu Artikel 158 bis 160 habe ich nichts weiter zu bemerken, als daß der letztere einen organiſirten Familienrath vorausſetzt. Ueber die Einfuͤhrungsart des letztern, uͤber die dabei eintretenden Bedenklich⸗ keiten werde ich mich zu ſeiner Zeit aͤußern.
Die Artikel 161 bis 164 beſtimmen die verbo⸗ tenen Grade. Sie gehoͤren der religioͤſen Meinung an. Werden ſie ihr nach meinem Vorſchlag zuruͤck⸗ gegeben, ſo hat die vorbehaltene Dispenſationsbe⸗ fugniß in einem Staat, welcher geſetzgebende und vollziehende Macht in die eine und naͤmliche Hand niedergelegt, und den Regenten als erſtes Kirchenmit⸗ glied ʒum bloßen Executor der kirchlichen Geſetzgebung erklaͤrt hat, einen Sinn. Werden jene Beſtimmun⸗ gen der religioͤſen Meinung nicht zuruͤckgegeben, ſo iſt in der That die beſchraͤnkte Dispenſationsbe⸗ fugniß ein bloßes Woriſpiel. Was der Geſetzgeber jeden Augenblick ganz und in allen Faͤllen freige⸗ ben kann, kann er als Executor in einzelnen Fal⸗ len eben ſo rechtlich unvollzogen laſſen.
Daß die Heirath mit der Schweſter der verſtor⸗ benen Frau fuͤr dispenſabel erklärt werde, iſt in Deutſchland durch Beiſpiel, Sitte und Meinung gerechtfertigt. Das im Koͤnigreich Weſiphalen gege⸗ bene Beiſpiel läßt keinen Zweifel uͤber die Vereinbar⸗ keit der Beibehaltung oder Wiederherſtellung jener Sitte mit der einem ſouverainen Staat des Rhein⸗ bundes zukommenden Deferenz uͤbrig.
Das zweite Kapitel beſtimmt von Art. 165 bis


