Teil eines Werkes 
Zweiter Band (1811)
Entstehung
Seite
62
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6* heit und kränkt ſeinen Collegen durch die Forderung nicht.

Endlich ſind die etats de situation keine beur⸗ kundete Rechnungen. Der Vormund kann hinein⸗ ſetzen, was er für gut findet. Von Belegen derſel⸗ ben ſpricht das franzöſiſche Geſetz nicht. Erſt bei Ablegung der Hauptrechnung können die états de situation als controllirende Geſtändniſſe Nutzen lei⸗ ſten. Auſſerdem ſollen ſie, wie der franzöſiſche Ge⸗ ſetz⸗Interpret bemerkt, den controllirenden Vormund veranlaſſen, wenn er Dummheit oder Treuloſigkeit wahrnimmt, auf die Abſetzung des Hauptvormundes anzutragen. Aber das iſt ja grade der ärgſte Fall. Der Hauptvormund kann die Vormundsrechnungen in große Unordnung gerathen laſſen, ohne zur Fübh⸗ rung ſeines Amts unfähig zu ſeyn. Er kann ohne Dummheit ſehr treulos handeln. In dieſem Fall kann er die états de situation ſo einrichten, daß der controllirende Vormund nichts dagegen zu erin⸗ nrrn findet, und daß die Treuloſigkeit derſelben erſt bei der Ablegung der beurkundeten Hauptabrechnung an den Tag kommt.

Zur Abforderung einer beurkundeten Rechnung iſt indeſſen der controllirende Vormund während dem Lauf der Vormundſchaft nicht einmal durch das fran⸗ zöſiſche Geſetz berechtigt worden. Der Art. 470. verordnet: tout tuteur, autre que le péère et la meère, peut étre tenu, méme durant la tutelle.