Teil eines Werkes 
Zweiter Band (1811)
Entstehung
Seite
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Rechte des Einzelnen im Staate, auf Eigenthum, Erbfolge und Familienband, ſind nach dem Ausſpru⸗ che der franzöſiſchen Geſetzgebung, bürgerliche Rechte(droits civils) oder Rechte, welche erſt durchden Staat erzeugt werden, und an welchen der Fremde, als ſolcher, in der Regel, keinen An⸗ theil nimt. Der Umfang dieſer Rechte bildet den bürgerlichen Rechtszuſtand état civil. Dao nun Geburt und Ehe den wichtigſien Einfluß auf den bürgerlichen Rechtszuſtand der Gebohrnen und Ver⸗ ehelichten, das Abſterben eines Bürgers dagegen den wichtigſten Einfluß auf den bürgerlichen Rechtszu⸗ ſtand ſeiner hinterlaſſenen Erben, Kinder, Geſchwi⸗ ſter und Ehegatten hat, ſo hebt die Geſetzgebung die Beurkundung jener drei Thatſachen heraus, und nennt ſie Beurkundungen des bürgerlichen Rechtszuſtandes actes de l'état civil. Dies moͤchte denn auch wohl die paſſendſte Ueberſez⸗ zung ſeyn. Auf jeden Fall wird man ſich etwas Beſtimmteres dabei denken können, als bei dem: Acten des Civilſtandes der Daniel, Laſ⸗ ſaulx und Spielmannſchen Ueberſetzungen. In Anſehung jener Beurkundungen hat das erſte Kapitel des vorliegenden Geſetzes folgende allgemeine Verfügungen getroffen:

1.) Es findet ſich in jeder Gemeinde für die Auf nahme derſelben ein eigner Functionair unter dem Na⸗ men offcier de l'état civil.

Dieſer Beamte iſt gewöhnlich der Maire ſelbſt.