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Die Möglichkeit der Befolgung ſeines Raths bleibt endlich völlig unbegreiflich.
Zwiſchen den Thaten des Welteroberers
und den Meinungen des Proceßklaſſikers er⸗ gibt ſich nun noch ein anderer Unterſchied. Napoleon hat zwar die phiſiſchen Kräf⸗ te der Völker Europas durch die Macht der Waffen an ſeinen Triumpfwagen gefeſſelt. Das europäiſche Föderativſyſtem blühte aus ſiegrei⸗ chen Schlachten hervor. Sitten und innere Kultur dagegen will Napoleon nur durch die Macht der Meinung beberrſchen. Seinen Koder reicht er als die Wohlthat des Friedens⸗ ſtifters, nicht als das Gebot des Eroberers dar. Roch kürzlich erklärte er, wie Herausgeber aus zuverläſſiger Quelle weis, einem der edelſten
deutſchen Fürſten— er werde nie die Bundes⸗
fürſten zur Reception des Koder Napoleon, durch die Macht ſeines Anſehens, nöthigen, erwerdenichteinmal dazurathen, ſon⸗ dern einem jeden Souverain des Rheinbundes, was er für das Rüzlichſte halte, zu verfügen— freiſtellen.— Sohandelte Napoleon der Große.
Ganz anders meinte es Herr Hofrath
und Profeſſor Gönner.„Wie wird es ge⸗
hen“— ſagt er—„wenn in Deutſchland


