330
Beide unterſcheiden ſich dadurch, daß der Schriftſteller gewöhnlich die Gründe ſeiner Mei⸗ nung dem Publikum ſelbſt darlegt, der Regent vagegen die Gründe ſeiner Handlung errathen läßt.
Wenn es indeſſen dem Schriftſteller oft genug vergebliche Mühe koſtet, die Welt von der Uebereinſtimmung ſeiner Motive mit ihren
Reſultaten zu überzeugen, ſo blizt aus der Hand⸗
lung des Weltherrſchers das Motiv derſelben gleich dem Lichtſtrahl des Genies hervor, und nöthigt dem gemeinſten Menſchenverſtand die
huldigende Anerkennung der Uebereinſtimmung
der That mit ihren Gründen ab.
Rach dieſen vorausgeſchikten Bemerkungen wird es den Leſern der Bibliothek nicht unin— tereſſant ſeyn, die Meinungen des Herrn
Hofraths und Profeſſors Gönner in Lands⸗
huth, den Thaten Rapoleons des Gro⸗ ßen, in Hinſicht der Einführung und Ver⸗ breitung des Koder Napoleon gegenüber zu ſtellen.
S dipoledn hat Frankeeich eine Eirieſezge⸗
bung und einen Civilproceßkodex geſchenkt, wel⸗ che ſich wechſelſeitig umfaſſen und ergänzen⸗ ſo daß die Civügeſezgebung in dem Proceßkoder


