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Es läßt ſich eine aktive und paſſive Mobi⸗ liariſirung des Grundeigenthums denken; jene wenn der Grundeigenthümer durch Theilungen, Kauf, Tauſch, Schenkung— u. ſ. w. ſeine Grundſtükte und Realrechte in fremde Hände bringt, dieſe, wenn er zur Veräuſſerung derſel⸗ ben gegen ſeinen Willen gezwungen wird.
Beyde Mobiliariſtrungen batte die alte franzöſiſche Civilgeſezgebung erſchwert; die erſte durch Anerkennung der Familienfideicommiſſe und der dem Adel eignen Erbfolge, die zweyte, durch Anerkennung der Unablöslichkeit der Zehn⸗ ten, beſtändiger Gülten und Renten; in ſo fern leztere mit adlichen Gütern als dinglichen Be⸗ fugniſſen verbunden waren, gaben ſie dem Grundeigentbum des Adels eine böhere Feſtig⸗ keit und Dauer.
So ſtanden im vorrevolutionairen Frank⸗ reich das öffentliche und das Privatrecht in Har⸗ monie. Das leztere hatte ſich im Geiſt des er⸗ ſtern entwikkelt. Forderte das öffentliche Recht das Daſeyn eines Güteradels, ſo legte ihm das Privatrecht auf Fortexiſtenz berechnete Befug⸗
niſſe bey.
Indem Frankreichs revolutionaire Konſti⸗ tutionen das Adelsinſtitut zertrümmerten, mußte das Civilgeſezbuch ein Privatrecht aufheben,


