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bekantes Publikum— unwiſſende Richter— Rechtsanarchie— Inſtanzenverwirrung— ein tumultuariſcher Proceßgang!— Welche Uebel in der innern Staatshaushaltung! Welch eine Quelle des Ruins der Familien, der allge⸗ meinen Unzufriedenheit und Creditloſigkeit!—
Wer heute unter den Schuz bekanter Ge⸗ ſezze, Grundeigenthum, Hypotheken, perſön— liche Forderungen, Erbſchaften u. ſ. w. erlangt bätte, müßte morgen bey der Rükkehr ähnlicher Fälle vor der Verlezzung unbekanter und ver⸗ wikkelter Formalitäten zittern. Der Rath eines unwiſſenden Anwaldes würde ihn nicht tröſten, die willkührliche Entſcheidung eines eben ſo un⸗ wiſſenden Richters würde ihn nicht berubigen können. Gegen den Angrif einer beſſer unter⸗ richteten und beſonnenen Chikane würde er kei⸗ nen Augenblik ſicher ſeyn.
Juſtiz iſt die erſte und heiligſte Schuld des Souverains. Aber ein Souverain, welcher eine Geſezgebung und eine Proceßordnung ein⸗ führt, welche er ſelbſt nicht kent, von welcher ſeine erſte Geſchäftsmänner nichts, oder doch gewis nicht viel verſtehn, und welche mit der ganzen Staatsorganiſation noch nicht in Harmo⸗ nie gebracht worden iſt— wirklich ein ſolcher Souverain, macht ſich als Ausſpender der Ju⸗


