36 wandten des Verurtheilten verfugen, was ihm die Menſchlichkeit eingibt.
Die Einziehung der Guͤter eines Verurtheil⸗ ten iſt uͤberhaupt ein Mißgriff der Geſetzgebung, der aus den barbariſchen Zeiten herſtammt, wo man ſich durch Geldbußen aller Art fuͤr Muͤhe und Koſten der Rechtspflege bezahlt machen woll⸗
te. Der Codex Napoleon hebt dieſe Unſitte auf
zum Beſten der natuͤrlichen Erben, in Anſehung deſſen, was der Verurtheilte beſaß, als das urtheil gefaͤllet ward. Warum geht man nicht noch weiter? Derſelbe Grund redet auch in An⸗ ſehung des nachher zufallenden Vermogens fuͤr die Erben. Ein wirkſamer Zweck der Beſtrafung laͤßt ſich hier kaum denken: als Quellen der Ein⸗ nahme darf der Staat ſolche Anlaͤſſe nicht be⸗ nutzen.
Soll gleichwohl das Geſetz gelten, ſo be⸗ durfte es nicht des Zuſatzes. Die Befugniß des


