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Man kann den repräſentiren„auf deſſen Erbſchaft man verzichtet hat.
Dritter Abſchnitt.
Bon den, den Deszendenten, zugefallenen Eybſchaften.
Anmerkungen.
ſchaft auf ſeine Kinder uͤbergehn zu laſſen, ohne ſelbſt den Titel als Erbe anzunehmen. Er wuͤrde zu viel Mittel finden, ſeine Gläubiger zu betrügen, und man wuͤrde zu betruͤgeriſchen FideiCommiſſen zu viel Gelegenheit geben:
Man kann jedoch den repraͤſentiren, auf deſſen Erbſchaft man verzichtet hat, aber erſt nach ſeinem Tode. In dieſem Falle erhaͤlt der Verwandte ſein Recht nicht von der Hand des Repräſentirten, ſondern von dem Geſetze ſelbſt; er nimmt zwar ſeine Stelle ein, aber nicht der Repraͤſentirte ertheilt ſie ihm, ſon⸗ dern dieſes letztere. Man kann ſeine Rechte nie auf ſeine Erben uͤbertragen, aber die Repraͤſentation iſt kein Uebertras; ſie iſt blos eine Subrogation, die durch das Geſetz verfuͤgt iſt, und nicht in der Macht des Menſchen ſteht.
Es liegt auch ein Grund der natuͤrlichen Billig⸗ keit darin, daß man eine Erbſchaft, zu welcher man durch die Bluts Verwandſchaft und das Geſetz bern⸗ fen iſt, einnehmen konne, ohne gezwungen zn ſein, die läſtige Erbſchaft desienigen anzunehmen, der in Lebzeiten der nächſte war. Die Kinder, deren Vater alles verſchwendet hat, finden ſo in der Erbſchaft ihrer GrosAeltern eine HülfsQuelle. Durch die Natur zu dieſer Erbſchaft berufen, duͤrfen ſie derſelben nicht durch die Schuld ihres Vaters beraubt werden, und die Gläubiger deſſelben können ſich nicht daruͤber be⸗ klagen, 1) weil ſie kein Recht auf eine Erbſchaft haben, die erſt nach dem Tod ihres Sculdners verfallen war, 2) weil ſie keinen groͤſſern Vortheil dgvon haͤt⸗ ten, wenn dieſe Erbſchaft auf andere, als die Repra⸗ ſentanten des Schuldners uͤbergienge.
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