Teil eines Werkes 
Dritter Theil (1804)
Seite
14
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daß der(oder die) maͤnnlichen Geſchlechts zulezt ge⸗ lebt habe, wenn das Alter gleich iſt oder der Un⸗ terſchied, der in demſelben beſteht, ein Jahr nicht uͤberſteigt.

Wenn ſie vom naͤmlichen Geſchlechte waren, ſo muß diejenige Vermuthung des Ueberlebens, Ca prs- somption de survie) welche nach der Ordnung der

tatur die Erbſchaft eröfnet, zugelaſſen werden; es wird demnach vermuthet, daß der jungere den ältern uͤberlebt habe.

Art. XIII.

Das Geſetz regulirt die Ordnung der Erbfolge unter den rechtmäſigen Erben; in ihrer Ermangelung gehn die Guter auf die natürlichen Kinder, ſodann

Anmerkungen.

Den erſten Rang in dieſer Diskuſſion behalten je⸗ doch immer die Umſtaͤnde der That ſelbſt, welche ng⸗ turlich mehr gelten muſſen, als Vermuthungen, die blos in ihrer Ermangelung gehort werden. So z. B. ohngeachtet es wahrſcheinlich iſt, daß der ftärkſte am längſten gelebt habe, ſo muß doch dieſe Vermu⸗ thung, wenn es erwieſen iſt⸗ daß die Todes Gefahr zuerſt auf ihn fiel, vor der ſtaͤrkern, die aus die⸗ ſem Umſtand folgt, zurückſtehen.

Zum Art. 13 u. 14. Der natürliche oder bürgerliche Tod eröfnet alſo die Erbſchaft in dem Augenblick wo er wirklich, unwiderruflich eintritt, und zwar zum Vortheil der rechtmäſigen Erbeu, das heißt der Verwandten, in den Graden, in welchen das Geſetz ſie von Rechtswegen zur Etbfolge beruft. Aus dem⸗