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Linie; ſind nur von einer Seite Bruͤder oder Schwe⸗ ſtern vorhanden, ſo erben ſie das Ganze mit Aus⸗ ſchluß von allen andern Verwandten von der andern Linie.
Art. XLIII.
In Ermangelung von Bruͤdern oder Schweſtern, oder Deszendenten von ihnen, und in Ermange⸗ lung von Aszendenten in einer oder der andern Linie, iſt die Erbſchaft, zur Haͤlfte, den uͤberlebenden Aszendenten und zur andern Haͤlfte den nächſten Verwandten der andern Linie zugefallen.
Wenn Kollateral Verwandte im naämlichen Grad konkurriren, ſo theilen ſie nach den Köpfen.
Art. XLIV.
Im Fall des vorhergehenden Artikels hat der uͤber⸗ lebende Vater, oder die uͤberlebende Mutter die Nuz⸗ nieſſung von dem Drittel der Güter, welche er oder ſie nicht eigenthuͤmlich erbt.
Anmerkungen.
Zum Art. 44. Dieſe Verfuͤgung gruͤndet ſich eben⸗ falls auf den vermuthlichen Willen der Kinder, wel⸗ che gewiß, um den Genuß der KollateralErben zu beſchleunigen, die Urbeber ihrer Tage nicht in Man⸗ gel gelaſſen haben wuͤrde; ohne Zweifel gewährt ſie den Aeltern einen traurigen Erſat fuͤr den Verluſt ihrer Kinder, aber doch oft einige Erleichterung in den Bedürfniſſen des Alters.


