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Man kann den repraͤſentiren, auf deſſen Erbſchaft man verzichtet hat.
Von den, den Deszendenten, zugefallenen Erbſchaften.
Anmerkungen.
ſchaft auf ſeine Kinder uͤbergehn zu laſſen, ohne ſelbſt den Titel als Erbe anzunehmen. Er wuͤrde zu viel Mittel finden, ſeine Glaͤubiger zu betrugen, und man würde zu betruͤgeriſchen FideiCommiſſen zu viel Gelegenheit geben:
Man kann jedoch den repraͤſentiren, auf deſſen Erbſchaft man verzichtet hat, aber erſt nach ſeinem Tode. In dieſem Falle erhaͤlt der Verwandte ſein Recht nicht von der Hand des Repraͤſentirten, ſondern von dem Geſetze ſelbſt; er nimmt zwar ſeine Stelle ein, aber nicht der Repräſentirte ertheilt ſie ihm, ſon⸗ dern dieſes letztere. Man kann ſeine Rechte nie auf ſeine Erben uͤbertragen, aber die Repraͤſentation iſt kein Uebertrag; ſie iſt blos eine Subrogation, die durch das Geſetz verfugt iſt, und nicht in der Macht des Menſchen ſteht.
Es liegt auch ein Grund der natuͤrlichen Billig⸗ keit darin, daß man eine Erbſchaft, zu welcher man durch die BlutsVerwandſchaft und das Geſetz bern⸗ fen iſt, einnehmen könne, ohne gezwungen zu ſein, die läſtige Erbſchaft desjenigen anzunehmen, der in Lebzeiten der naͤchſte war. Die Kinder, deren Vater alles verſchwendet hat, finden ſo in der Erbſchaft ihrer GrosAeltern eine HuͤlfsQuelle. Durch die Natur zu dieſer Erbſchaft berufen, düͤrfen ſie derſelben nicht durch die Schuld ihres Vaters beraubt werden, und die Glaͤubiger deſſelben können ſich nicht daruͤber be⸗ klagen, 1) weil ſie kein Recht auf eine Erbſchaft haben, die erſt nach dem Tod ihres Schuldners verfallen war, 2) weil ſie keinen groͤſſern Vortheil davon haͤt⸗ ten, wenn dieſe Erbſchaft auf andere, als die Repraͤ⸗ ſentanten des Schuldners uͤbergienge.
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