Teil eines Werkes 
Dritter Theil (1804)
Seite
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kein Aszendent, und kein Kollateral Verwandter vor⸗ findet.

Art. XXIV. Wenn dieſe erſte Abtheilung zwiſchen der väterli⸗

chen und mütterlichen Linie bewerkſtelligt iſt, ſo ge⸗ ſchieht keine Abtheilung mehr unter den verſchiede⸗ nen Zweigen; ſondern die jeder Linie zugefallene Halfte gehört, vorbehaltlich des Falles der Re⸗ preſentation, ſo wie es hierunten verfuͤgt werden wird, dem oder den, im nächſten Grad, verwandten Erben.

Anmerkungen.

weil ſie in der andern keine beſitzen, darum nicht weniger unwiderſprechlich ſind.

Zum Art. 24. Hierdurch verſſegt eine ewige Quel⸗

le von Forderungen und Prozeſſen. Einige Her⸗ kommen hatten die Gewiſſenhaftigkeit in Hinſicht auf die Guͤter jeder Linie ſo weit getrieben, daß ſie in jeder Unterabtheilung wieder die väterlichen und muͤt⸗ terlichen aufſuchten und trennten. Dieſe Subtilitaͤt ſchien ſogar von dem Geſetz vom 17 Nivoſe ange⸗ nommen worden zu ſein. Pllein mehrere Rechtsge⸗ lehrte benuzten die undeutliche Abfaſſung dieſes Geſetzes, und ſuchten aus dem Terte deſſelben ſelbſt das Gegentheil zu beweiſen. Das Kaſſations Gericht hatte dieſe Deutung durch ſeine Ausſpruͤche beſtaͤtigt. Hier finden wir endlich dieſes unnatürtiche Syſtem förmlich prosſcribirt, welches tanſend Erben zur Theilung einer Erbſchaft berufen konnte, die tau⸗ ſendmal von den Koſten der Prozeſſe, den Aufſuchun⸗ gen der urſpruͤnglichen ErwerbsTitel, der genealogi⸗ ſchen Tafeln und einer Menge, in der Dunkelheit des Alters verlohrnen, Beweißmittel verſchlungen werden mußte.