Teil eines Werkes 
Dritter Theil (1804)
Seite
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085 Art. VI. Das Eigenthum eines Schatzes gehört bem, der

ihn in ſeinem eigenen Boden findet; wird der Schaz in fremdem Voden gefunden, ſo gehört er zur Hälfte dem, welcher ihn entdeckt hat, und zur an⸗ dern Hälfte dem Eigenthuͤmer des Bodens.

Schaz iſt jedes verborgene oder vergrabene Ding,

auf welches niemand ſein Eigenthum beweiſen kann, und welches durch die bloſſe Wirkung des Zufalls entdeckt wird.

Art. VR. Die Rechte auf die ins Meer geworfene Effekten,

Anmerkungen.

Dieſe vorlaͤufige Grundſaͤtze, welche in beſonderu Regeln entwickelt werden, ſtehen hier an der Spitze des Buchs, welches von den verſchiedenen Arten, Eigenthum zu erwerben handelt, da ſie auf dieſe Arten Bezug haben. Dieſer erſte Tityl handelt indeſſen nur von einer derſelben: von der Erbfolge.

Ohngeachtet es natuͤrlich ſcheinen ſollte, zuerſt das zu reguliren, was waͤhrend dem Leben des Menſchen ge⸗ ſchieht, ehe man an das denken könne, was ſich nach ſeinem Tode ereignet, ſo hat man doch aus folgen⸗ den Gründen dieſe Eintheilung annehmen und zuerſt von der Erbfolge, dann aber erſt von den Teſtamen⸗ ten und den Kontrakten handeln zu muſſen geglaubt:

1) weil die Erbfolge von dem Geſetze regulirt wird; die letzten aber blos erlaubt.

2) Weil die Erbfolge eine Art Fortſetzung des Ei⸗

genthums des Verſtorbenen zu Gunſten ſeiner