075 Art. 1I.
Die Guͤter, welche keinen Herren haben, gehören der Ration an.
Art. IV.
Es giebt Dinge, welche niemand angehören, und deren Gebrauch allen gemeinſchaftlich iſt. Po⸗ lizey Geſetze beſtimmen die Art ihres Genuſſes.
Die Befugniß zu jagen, oder zu ſiſchen wird gleich⸗ ſalls durch beſondere Geſetze regulirt.
Anmerkungen.
Schaden von derſelben nicht abzuloſen iſt, und endlich durch die Veriaͤhrung.
Die Poſſeſſion iſt eine geſetzliche Detention, wel⸗ che von einer fortwahrenden Detention freiſpricht, indem ſie ihr die des Willens ſubſtituirt. Die blos thätliche Detention gehort der natuͤrlichen Ord⸗ nung an; die geſellſchaftliche Ordnung kann ſie nur⸗ indem ſie ſie legaliſirt, anerkennen. Das, was alſo einen Herrn hat, kann man nicht anderſt, als mit ſeiner Einwilligung, durch eine von ihm eingegan⸗ gene Verbindlichkeit, oder durch Verjaͤhrung erwerben.
Zum Art. 3 bis s. Das Intereſſe der Geſellſchaft erlaubt nicht, die Jagd, die Fiſcherei, Schätze, vom Meer ausgeworfene Dinge, verlohrne Sachen, wie im Zuſtande der Natur demjenigen zuuͤberlaſſen, der ſie zuerſt occupiren wuͤrde. Der Gebrauch der na⸗ tuͤrlichen Faͤhigkeiten, die Gunſt des Zufalls, der Vortheil etwas zuerſt zu finden, köunen ein vor⸗ herbeſtehendes, rechtlich begruͤndetes Eigenthnm nicht entkraͤften.


