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richtshofe erſter Inſtanz verfolgt und mit einer Geldbuße, welche die Summe von hundert Franken nicht uͤberſteigen darf, be⸗ legt werden.
§1. Jeder Aufbewahrer der Regiſter ſoll fuͤr die Abaͤnderun⸗ gen, welche in denſelben koͤnnen vorgenommen werden, buͤr⸗ gerlich verantwortlich ſein, unbeſchadet jedoch ſeines Verfol⸗ gungsrechtes(recours) gegen die urheber gedachter Abände⸗ rungen, wenn ſolches ſtatt haben kann.
52. Jede Abaͤnderung, jede Verfalſchung der Sni des buͤrgerlichen Standes; jede Einſchreibung derſelben auf flie⸗ gende Blaͤtter oder anderswohin als auf die hierzu beſtimmten Regiſter geben zu Schadenerſatz fuͤr die Partheien, ohnbe⸗ ſchadet noch der in dem peinlichen Geſetzbuche ausgeſprochenen Strafen, Anlaß.
s3. Der Regierungs⸗Kommiſſaͤr bei dem Gerichtshofe erſter Inſtanz ſoll die Verbindlichkeit haben, den Zuſtand der Regiſter, wenn ſolche in der Gerichtsſchreiberei hinterlegt werden, zu un⸗ terſuchen. Er ſoll uͤber die von ihm gemachte Unterſuchung einen ſummariſchen Verbalprozeß errichten, die von den Beam⸗ ten des buͤrgeriichen Standes begangenen Zuwiderhandlungen oder Verbrechen angeben und begehren, daß gegen ſie die Verurtheilung zu Geldbuſen ausgeſprochen werde.
Fr. In allen Faͤllen, wo der Gerichtshof erſter Inſtanz uͤber die Urkunden des buͤrgerlichen Standes gerichtlich erkennt, ſoll es den intereſſirten Partheien frei ſtehen, gegen das Urtheil deſſelben einzukommen.
Zweites Kapitel. Von den Geburtsurkunden.
s5. Die Erklaͤrungen uͤber die Geburten ſollen innerhalb drei Tagen nach der Entbindung dem Beamten des buͤrger⸗ lichen Standes des Orts geſchehen und ihm das Kind vorge⸗ zeigt werden.
s6. Die Erklaͤrung uber die Geburt des Kindes ſoll von deſſen Vater oder in deſſelben Ermanglung von den Doktoren der Arzneikunde oder den Wundaͤrzten, den Hebammen, Geſund⸗ beitsbeamten oder andern Perſonen, welche bei der Enthindung gegenwaͤrtig waren, geſchehen; und wenn die Mutter auſſer⸗ balb ihrer Wohnung entbunden worden, von der Perſon, bei welcher ſie niedergekommen iß.


